…Cecils Alltag (1. Juli)
„Mhh ♥ aber Cecil ~ ich hab gerade viel zu viel Spaß…“, flüsterte mir Zooé ins Ohr während er mich weiter an die Fließen der Duschwand drückte.
Meine Sportsachen waren durchtränkt mit Wasser und seine großen Hände glitten ohne Probleme darunter: „Zooé! Lass das! Bitte!!“, es war nichts neues das er mich so fies mobbte nach den Sportunterricht, aber irgendwie konnte ich mich nie daran gewöhnen.
Seine langen Finger fanden ihren Weg zu meinen Hintern, bestimmt, aber unerwärtlich zart drängte mir Zooé immer seinen Willen auf und lies mich aufstöhnen: „Nicht! Aufhören!“.
Seine Zunge glitt über meinen Hals, hinunter zu meiner Brust und er legte seine Lippen über mein nasses Shirt – genau an der Stelle an der mein Nippel lag: „Soll ich aufhören? ♥“, aber er gab mir keine Chance zu antworten und begann zu saugen.
Und schon wieder – welch überraschung – lies er mich in Ruhe kurz bevor die Erlösung kam.
So musste ich mir erneut selbst zum Ende verhelfen, meine Sportsachen mitnehmen und Nachhause gehen sie tröcknen zu lassen.
Bei jeden würde man das als sexuelle Belästigung gelten lassen… aber nicht bei Zooé.
Am Anfang waren es nur kleine Gesten, ich sollte einfach nur verlegen werden, dann war er zufrieden, aber mit der Zeit musste er immer mehr machen, immer weiter gehen.
Aber bis zum Ende? Niemals…
Zooé mochte mich nicht auf die Weise. Mich auf keinen Fall.
Ich strich mir meine nassen Haare zurück und ging nach Hause. Zum Glück war es einer dieser heissen Sommertage, von den man sich fragte, ob sie jemals endeten und so waren meine Haare schließlich trocken als ich Zuhause ankam.
Es war leer, wie immer. Ich teilte das Haus mit Odina, Elijahs heimliche Verlobte, aber diese war den ganzen Tag unterwegs und die ganze Nacht. Ich hatte schon aufgehört zu überlegen wann sie eigentlich ihren schlaf findet.
Die Sonne ging unter, als ich es endlich geschafft hatte, das Chaos von Odina im Bad aufzuräumen. Es verging auch kaum Zeit, da bekam ich eine SMS von Elijah: „Z6 02 MW“.
Es war ein Geheimcode – den wir uns ausdachten falls Odina einer unserer Handys in die Finger bekam – es hieß das Zooé bei ihn war in der Kirche…
Ich warf mich auf die Couch, gegenüber des Kamins und starrte die Decke an.
Zu müde um irgendwas großes zu machen und so verschlief ich.
Die Uhr zeigte das ich gerade mal eine Stunde eingeschlafen war, als ein Geräusch mich aufweckte. Klimpern, zerren, spannen – so schnell das ich keine Reaktion geben konnte.
Schon war ich gefesselt auf der Couch, und Tatsuko stand mit ihren Lächeln vor mir, ein Lächeln das ich früher niedlich fand, jetzt nur noch gruselig: „Cecil-kun. ♥“, begrüßte sie mich.
„Tatsuko! Lass mich los! Bitte!!“, ich zerrte an den Seil aber es lies Tatsuko wie immer unbeindruckt und so saß sie sich auf meinen Bauch: „Wann willst du mir endlich einen Heiratsantrag machen Cecil-kun?“, fragte sie mich mit Tränen in den Augen und fing an sich auszuziehen: „Moment mal! W-Was ha…st du…“, stotterte ich wild als sie ihren BH am ausziehen war: „Der alte Plan noch ♥. Wir haben Sex, ich bin schwanger und dann werden Cecil-kun und ich heiraten! ♥♥♥.“, verkündete sie freudenstrahlend und zog meine Hose aus.
Dank Odina die in den Moment reingeplatzt ist – angetrunken und torkelnd, aber reingeplatzt! – konnte das schlimmste verhindert werden.
„Warum sagst du nicht einfach deiner Stalkerin das du schwul bist?“ sie saß vor mir auf den Boden und machte keinerlei Anstalten meine Fesseln zu lösen: „Ich bin nicht Schwul! Das ist nur eine pubertäre Phase!“, ich hob meine Brust um die Aussage zu unterstreichen.
Als ich die Hoffnung schon aufgab, das Odina je auf die Idee kommen könnte mich loszumachen, richtete sie sich auf und machte meine Beine los und dann meine Handgelenke.
Ihr Körper sank dabei immer mehr und mehr und schließlich schlief sie auf mich ein.
„Was hab ich anderes erwartet…“ murmelte ich zu mir selbst und versuchte den Rest des Seiles selber zu lösen.
Was würde ich alles tun für ein normalen Schulaltag…
BLA 5. Juli (Donnerstag)
Ich war im Gewächshaus der Schule, schon seit dem Vormittag, heute war Donnerstag und wie jeden Donnerstag durften die letzten Jahrgänger ihre Stunden selber bestimmen.
Die meisten machten Sport mit Erén, ich hingegen zog mich hier zurück.
Nichts lernen, keinen Sport, einfach nur zwischen den ganzen Pflanzen hocken.
Dieser Tag war der einzige Tag, an dem Odina immer da war, elende Schulschwänzerin, bekommt nichteinmal Ärger – da sie anscheinend als einzigen Schüler den Direktor kennt.
Nach zwei Stunden, stand ich auf und sah mir die Blumen an, ein Dornbusch voller weisser Rosen ergriff meine Aufmerksamkeit. Da Elijah zuständig war für das Gewächshaus der Schule, erstaunte es mich jedesmal aufs Neue wie er es konnte neben Kirche, Wohltätigen Zwecken, Freizeit Aktivitäten UND Odina noch Zeit zu finden, dass die Blumen niemals sterben.
Ich griff zu einen der Rosen, um zu sehen ob sie echt waren.
„Achtung, sonst stichst du dich.“, hörte ich Elijah seine Stimme, dabei zog er meine Hand sanft weg und den Rest meines Körpers an der Hüfte zurück: „Oh, du hast dir ja bereits wehgetan.“, flüsterte er während er meinen Finger betrachtete der etwas blutete.
Mein Rücken an seiner Brust, seine Hand an meiner Hüfte und dazu ich spürte seinen Atem an meinen Ohr dazu… mein Herz raste, das Gesicht verfärbte sich rot und als Elijah meinen Zeigefinger in den Mund nahm, war es vorbei.
Ich liebe dich, Elijah. Es war Liebe auf den ersten Blick.
Bitte lieber Gott, sorg dafür das er niemals diese peinlichen Worte hört.
Ich spürte seine Zunge an meinen Finger, der Moment dauerte schätzungsweiße gerade mal 4 Sekunden, aber es war zu lange und so hielt ich die Luft an – wie ich es jedesmal tat wenn mir die Sprache geraubt wurde.
„Cecil? Cecil! ATMEN!“, endlich bemerkte auch ich – dessen Gesicht schon Blau wurde – das ich wieder atmen sollte: „Tut es noch weh?“, fragt er und ich bemerkte an meinen Finger ein Pflaster mit Häschenmotiv.
Elijah war wirklich toll, kein Wunder das er tagtäglich Liebesbriefe von den Mädchen bekam.
Wir beide beschlossen an diesen Tag, die Schule einfach früher zu verlassen und ich begleitete ihn mit in die Kirche. Noch etwas unsicher auf den Beinen, aber wenigstens ohne rote Wangen, lief ich neben ihn und kehrte den Saal während er sich umzog.
Dann stand er da, in seiner Priester Kleidung: „Danke das du mir hilfst, Cecil.“, wäre dies ein Zeichentrick würde wohl im Hintergrund von Elijah gerade Geglitzer sein. Denn sein dankbarer Blick, sein Lächeln und seine Stimme, liesen mich so schnell und sauber kehren das der Boden sich durch die Reibung eigentlich erhitzen sollte.
Es war bereits draussen kurz vor Sonnenuntergang, als ich mit den Hof fertig war und hinein ging. Anscheinend war Elijah sich wieder am umziehen und ich schlich mich zum leeren Beichtstuhl.
„Lieber Gott, ich bin so verliebt. Was soll ich nur tun? Als wäre es nicht schlimm genug das diese Person auch ein Junge ist… er hat eine Freundin.“, flüsterte ich leise und zog meine Beine an, ich konnte Elijah seinen Duft immer noch riechen.
„Du bist verliebt in einen Priester?!“, kam eine Stimme aus den neben Zimmer: „NO WAY!“, rief ich entsetzt, als meine Tür aufgerissen wurde und Zooé mich anstarrte: „Eigentlich wollte ich ja Elijah verführen, aber gegen dich hab ich auch nichts einzuwenden ♥“, doch ehe Zooé sich über mich hermachen konnte bekam er einen Besen auf den Kopf: „Lass Cecil doch endlich in Ruhe, Zooé.“, tadelte Elijah ihn und nahm ich am Arm zu sich: „Hast du gehört, was wir geredet haben etwa?“, fragte Zooé während Elijah mich beschützend umarmte:
„Das du über ihn herfallen willst, reicht mir als Grund dir eine überzuziehen.“
Wir liefen zu dritt weg, und Elijah begleitete mich bis Nachhause, nur um sicher zu gehen das Zooé nichts anstellte: „So, dann geh ich jetzt zu Zooé.“, lächelte er mich an.
Er wohnte nur mit Zooé zusammen damit ich es nicht musste, obwohl er mit Odina das Fertighaus teilen könnte…
„Danke, Elijah. Ich hab dich lieb.“, flüsterte ich vor mir her.
Er lächelte und gab mir einen Kuss auf die Stirn: „Ich hab dich auch lieb, Cecil.“
Beichte (8. Juli Sonntag)
Auf Wunsch von Elijah war ich heute in der Kirche und hörte was er den anderen ‘Schäfchen’ predigte. Er war wirklich beliebt, und jeder suchte danach Rat bei ihn, mit seinen immerwährenden ‘Hirnlosen Lächeln’ wie es Zooé nannte.
Mein Herz klopfte nach wie vor so laut wenn ich ihn anblickte. Die Scham stand mir ins Gesicht geschrieben, das ich fast die ganze Stunde nur darüber geträumt hatte wie Elijahs Lippen wohl schmecken.
Ich werde in der Hölle landen, definitiv in der Hölle landen, immerhin bin ich seit Februar mit Mike zusammen, aber… aber…
Nach fast 90 Minuten hatte hatte Elijah Zeit für mich: „Cecil, kannst du mir wieder heute helfen? Es würde mir sehr viel bedeuten.“, wie konnte ich bei diesen Lächeln ‘Nein’ sagen?
Und so kehrte ich erneut, wie jeden Sonntag, den Vorhof der Kirche.
Einige gingen beichten zu Elijah, als erneut jemand rauskam dachte ich darüber nach wie ich Mike mit diesen Gefühlen betrüge. Mich selber. Wie ich nie den nächsten Schritt gefühlstechnisch wagen kann solange ich nicht… einen Korb von Elijah bekommen habe.
Während dieser Gedanken lies ich den Strohbesen fallen, so das sein aufkommen am Boden in der Kirche hallte und tappste unsicher in den Beichtstuhl.
„Mein Kind, was gibt es zu beichten?“, fragte Elijah, ich musste lächeln, wer ihn privat kannte und dann hier so erlebte… kein Wunder das Zooé ihn immer deswegen aufzog.
„Vater, ich bin in 2 Männer gleichzeitig verliebt.“, eine schweigeminute wurde gehalten, ich konnte Elijahs Gesichtsausdruck vor mir sehen praktisch: „Ich bin mit einen Mann zusammen, und aber in einen anderen verliebt.“
Ich hatte diese Worte sooft in meinen Herzen wiederholt, immer und immer wieder, mehrmals am Tag, jedesmal wenn er mich angelächelt oder beschützt hat, so konnte ich es ohne stottern sagen.
„Es war an einen Wintertag, als ich frei von jeglichen Gedanken über die Bahngleise ging, ohne zu merken das die Schranken hinter mir schlossen. Rufe waren keine zu vernehmen. Erst als ich bemerkte das ich mit meinen Winternstiefel in den Gleisen feststeckte wurde mir bewusst wo ich mich befand. Ein Zug raste direkt auf mich zu, doch ehe er mich verfasste wurde ich weg gerissen von jemanden großen, landete in hohen Schnee und starrte einen jungen Mann ins Gesicht. Er lächelte, gab mir keine Rede darüber oder tadelte mich. Er war so männlich, so stark, so mutig… es war ein Priester namens Elijah. Und ich liebe ihn seit jeden Tag, seit 3 Jahren liebe ich ihn, immer und immer mehr. Ich hatte nie Herzschmerzen oder Liebeskummer was das ganze noch schlimmer machte, es förderte meine Gefühle.“
Ich holte luft kurz, ging hinaus aus den Beichtstuhl und öffnete Elijahs Kammer: „Und ich kann diese Gefühle nicht vergessen und hinter mir lassen solange diese Person mir nicht sagt das es sinnlos ist. Meine Seele muss sterben damit ich endlich nur Mike gehören kann!!“, gegen Ende wurde meine Stimme lauter als gedacht, dicke Tränen kullerten über meine geröteten Wangen und sahen Elijah keine einzige Sekunde aus den Augen.
Gibs mir, so schlimm das ich nie wieder was für dich empfinde.
„Cecil…“, er packte mich am Unterarm und zog mich in seine Arme.
Er streichelte meine Haare und ging mit seinen Lippen an meinen Ohr: „Du liebst Michael.“, flüsterte er, immer und immer wieder, drückte mich fest an sich und gab mir keine Chance zur gegenwehr.
Immer, und immer wieder: „Du liebst Michael, du liebst Michael, Cecil,…“
Es war so bittersüß das ich vor Freude anfing zu weinen.
Elijah… du hast recht… ich liebe Michael…
Das Problem ist,dass ich bei deinen Charas nie weiß, ob ich sie nun hassen soll oder nicht.
Cecil ist so süß, hach, und ich kann Tatsuko so sehr verstehen. Ich würde ihn auch gerne fesseln! Dx
und ja CECIL LIEBT MICHAEL. Mein Traumpaar sie gehören zusammen 4Evaaaaaaaa! >.<
Kommentar von Asena — 2. Juni 2010 @ 19:58