Geschichten vom Februar 2013

22. April 2010, 02:26
Der Tag an dem seine Seele starb.

Seit letzter Zeit war Lizzi so glücklich, und verliebt. Sie köpfte mehrmals am Tag die Blumen um die Blüten abzuzählen ob >er sie auch lieben wird<.
In meiner Nähe war sie immer besonders Nervös.
Und heute... heute war es besonders Schlimm. Immer wieder trafen sich unsere Blicke und sie sah verlegen weg.
Tief im innersten hegte ich immer noch diesen Wunsch, das Lizzi vielleicht meine Gefühle erwidern wird eines Tages. Wenn ich lange genug am Ball bleibe...
Ich hielt die Nervösität nicht mehr aus die Lizzi hatte und langsam auf mich übertragen zu schien, und so ging ich mit Ceres zu einen Baum auf den Schulhof um Mittag zu essen.
Ceres spielte auf ihrer Okarina ein Lied während ich ihr selbstgemachtes essen dabei genoss.

Die Schule war vorbei, und obwohl immer Zoé die erste war die nach der letzten Stunde reinstürmte – natürlich zu Andrej meinen Klassenkameraden – war es diesmal Lizzi.
Sie packte mich am Unterarm und zerrte mich so bis zu einen der etwas leereren Gänge: „Also... ich muss dir dringend was sagen, und es ist mir so peinlich das ich es erst jetzt bemerkt hatte...“, eröffnete sie das erste Gespräch seit den letzten 3 Tagen.
Mein Herz klopfte so laut, das ich Angst hatte ich würde ihre Worte dadurch nicht mehr verstehen.
Lizzi würde wieder nach Eiscreme fragen, oder eine andere Bitte haben.
Ich wusste es, mein Verstand sagte es, aber all das nützte nichts gegen dieses letzte bischen Hoffnung das angefacht worde.
Ich liebe sie so sehr... und so so lange...
Sie nahm meine Hand und drückte sie verlegen: „Also was ich sagen will ist, ich möchte das du es als erstes erfährst: Ich bin verliebt! Und ich habe heute Abend ein Date mit ihm!“
Lizzis Hand glitt an meinen Händen die sie hielt vorbei an meine Brust, drückte jeden Finger einzeln durch meine Rippen, packte dieses Stück Organ das darunter verborgen war und drückte darauf rum wie mit einen Stressball, bevor sie es herausriss und in einen Müllkübel warf.
Zumindest so... hatte es sich angefühlt: „Das freut mich.“, ich drückte ihre Hand auch: „Heisst das du hilfst mir bei der Auswahl des Kleides fürs Date?“, funkelte sie mich fragend an.
Ich korrigiere mich, sie hat den Müllkübel danach angezündet.
„Elisabeth.“, hauchte ich: „Du hast doch Zoé als Freundin, für was brauchst du da noch mich?“, lächelte ich sie an, ließ ihre Hand los und ging den Gang entlang.
Ceres hatte heimlich mitgelauscht mit Zoé und Mike, aber ich ging an den beiden vorbei.
Ich hörte Ceres mit den Tränen kämpfen, und flüstern dabei: „Das ist das erstemal, dass ich Lisa schlagen will.“

Der 9. Februar 2013, 16 Uhr und 48 Minuten, Westflügel des Haupgebäudes.
Heute ist ein ganz besonderer Tag...
Denn heute ist der Tag:
An dem meine Seele gestorben ist.

2 Tage danach

Seit ich Odin von diesen Date erzählt hatte kam er kein einziges mal mehr in die Schule, Ceres erwähnte das er spät Nachts kommt und früh Morgens wieder verschwindet.
Auf diesen Wege musste ich wohl den Kleinen wieder aufmuntern und ging auf die Suche nach ihm, keinen Gedanken daran verschwendet was ich sage wenn ich ihn erstmal sehe…
Es war ein Fehler.
Alles ging sehr schnell, ich sah ihn arbeiten auf den Bau, lachen mit seinen Arbeitskollegen, wollte ihn sprechen, und auf einmal waren wir in dem noch leeren Haus von Ceres.
Diese entschied sich über das Wochenende auf der Schulinsel zu bleiben.
„Wieso tust du das?“, zischte er zornig zwischen zusammen gepressten zähnen hervor, er drückte mich an die Wand des Schlafzimmers, überrumpelt von den geschehen fragte ich: „Was tu ich denn?“
Sein Griff wurde stärker und übte dadurch einen schmerzhaften Druck auf meine Schultern aus: „Mir hinterherrennen sobald ich versuche dich zu vergessen.“, sein Gesicht hatte was fremdes, als wäre nicht Odin vor mir sondern jemand anderes. Er hatte nicht wirklich viele Gesichtsmimiken jenseits von seinem Lächeln…
„Wieso willst du mich vergessen?“, ich blickte ihn verwirrt an dann aber weg, dieser stechende Blick hielt ich nicht stand.
Odin fing an zu kichern, es hatte was furchtbar gestelltes, unheimliches, er legte eine Hand vor sein Gesicht und wirkte wie jemand der kurz davor war seinen Verstand zu verlieren: „Wie kannst du dich auch daran erinnern, du hast ja das Glück dass du alles vergisst sobald irgendetwas passiert das dir nicht in den Kram passt…“, sein kichern wurde fast schon hysterisch, sein Blick war zu Boden erst gerichtet dann wieder in meine Augen: „Ja Elisabeth, du merkst es nur nicht, du hast diese tolle Gabe bei irgendwelchen Schocks alles zu vergessen was diese Person betrifft. Alles Elisabeth, immer und immerwieder darf ich mich dir neu vorstellen, kämpfe so lange damit das du mir wieder vertraust nur damit du beim nächsten Schock mich wieder vergisst.“, seine Augen wurden glasig und sein Blick wandelte an einen schmalen Grad des Wahnsinns und einer puren Verzweiflung.
Ich selber konnte selber kaum glauben was ich hörte, ich soll Odin öfters vergessen haben?
„Wie…“, brachte ich nur leise hervor und er warf mich auf einmal auf das Doppelbett: „Aber es ist Okay, verstehst du? Ich kann dich nicht hassen, egal wie oft du mich verletzt, egal wie sehr du ohne es auch nur zu ahnen seelisch ermordet hast.“, er lag sich auf mich und drehte meinen Arm hinter den Rücken so das ich kurz schmerzhaft aufschrie:

„Als Lehrling des Todes bist du nicht in der Lage so etwas wie liebe zu fühlen, aber es ist ok, alles ist in Ordnung, denn IRGENDWER hat dir ja beigebracht zu DENKEN können wie du dich in gewissen Situationen verhalten sollst. Stimmts? Nein das war nicht Odin, den kennst du ja erst seit 200 Jahren.“, seine Stimme klang äffig, arrogant, nicht einmal mehr ein nervöses Schlucken konnte ich mir gönnen ohne das er meinen Arm etwas weiter hoch drückte: „Ich kann… das nicht mehr… du wirst mich nachdem hier wieder vergessen… aber diesmal… komme ich nicht mehr zurück…“, er legte seine Stirn an meine Schulter und ich spürte heisse Tränen von seinen Wangen runterlaufen: „Ich liebe dich Elisabeth, ich liebe dich seit ich ein kleiner Junge war, so sehr… ich hab mich wirklich bemüht dir zu gefallen, habe Dinge getan die niemand nachvollzoehen kann nur damit du es eines Tages erkennst und mich auch liebst. Aber du tust es nicht… du kannst es nicht… denn dieser Körper hat kaum Gefühle mehr… wer auch immer gerade mit dir zusammen ist, tut mir leid.“
Seine Lippen öffneten sich mehrmals, als wolle er etwas sagen, ich selber konnte nicht mehr reagieren, ja der Zauber der mich am leben hielt nahm als Tribut meine Fähigkeit Gefühle auszuleben immer und immer mehr… aber das ich…
„Diesen Körper lieben, du, die nicht in der Lage ist zu lieben, nichts und niemanden, wo alles tut für ihre Erscheinung. Das einzige was dich je gekümmert hat ist was andere über dich denken. Davon wurdest du nie Müde…“
Er biss mich kurz in den Nacken bevor seine Hände mein Oberteil aufknöpften: „Du hast sogar vergessen das du mich mal geliebt hast… und wir sogar Sex hatten… du hast sogar darüber geredet Kinder zu adoptieren… aber es ist in Ordnung… ich hole was mir zusteht, und dann verschwinde ich aus deinen Erinnerungen…“
Waren seine letzten Worte bevor er mich auf den Rücken drehte und anfing mich zu küssen…

Was Cecil tat am Abend in Ceres ihren Körper

Als ich aufgewacht bin, in dem leeren Familienhaus in dem davor immer Lisa und Odin leben einhauchten, nun aber wirklich still war, spielte ich ernsthaft mit den Gedanken zu schwänzen.
KLIRR
Ich sprang auf und hörte Odin fluchen. Er war nicht in seinen Bauarbeiten verkrochen?
Tapsend über den weissen Marmor sah ich Odin in der Küche der gerade sich ein Brot machte, und nur gott weiss wie ein Glas dabei zerdepperte.
„Odin-oniichan!“, rief ich erleichtert und umarmte ihn. Er lachte und tätschelte meinen Kopf: „Lass uns heute schwänzen ♥.“
„Wunderbare Idee!“, antwortete ich reflektartig und began mit ihn die Scherben aufzuwischen.
Odin lächelte, was auch immer das davor war in all den Jahren… es war kein lächeln.
DAS was er jetzt oben hatte war ein lächeln, eine Mimik die ich noch nie gesehen habe.
Sowas schönes, sowas erleichterndes.
Er drückte mir ein zweites Brot in die Hand, packte mich am Unterarm und zerrte mich auf unser Dach in dem wir den wunderschönen morgenhimmel und das Meer betrachten konnten.
„Darf ich fragen wieso du so happy bist?“, fragte ich und biss ein Stück vom belegten Brot ab.
Betrachtend das Meer antwortete:„Gestern kam mich Lizzi besuchen.“
„Und? Seit ihr etwa zusammen nun?“, tastete ich mich vorsichtig heran.
Odin lachte und biss nun auch ein Stück des Brotes ab: „Nein.“
Ein nervöses Schlucken war zu verhören von mir: „Ja und weiter?“
„Ich wollte sie zum Sex verführen.“, er strich sich seine Haare zurecht die von der Meeresbriese etwas verzaust wurden.
„Lisa und Sex?!“, entfuhr es mir erschrocken, gegen Ende sogar eine quietschige Stimme.
Der verträumte Blick wirkte wie jemand der erleuchtet wurde, den Sinn des Lebens entdeckte oder einfach nur…„Doch dann hatte sie hat mir gesagt warum wir kein Paar werden können.“
Wartend das er weiter spricht biss ich das letzte Stück des Brotes runter.
„Ich bin so erleichtert, es fühlt sich an als würde erst jetzt mein Leben beginnen.“, eine erneute Briese streift uns, die Salzluft erfüllt unsere Lungen und die Sonne zeigt sich langsam.
„Was war es denn?“, zu neugierig, zu neugierig.
Aber es kam keine Antwort, nur ein wunderschönes lächeln von Odin.
Im endeffekt, zählt das Ergebniss: „Ich verstehe.“ flüsterte ich und lehnte meinen Kopf an seine Schulter, er seinen Kopf in meine Haare und so verharrten wir lange.
Es tat gut, zu wissen das wenigstens einer nun glücklich war, und das auch ohne einen Partner.

„Ich liebe den Wind.“, hauchte ich und Odin legte einen Arm um mich drückend.

Ein Pakt mit den Teufel (12. Februar 2013)

Zooé war seit geraumer Zeit verschwunden, stattdessen hatte ich die letzten Tage überraschend angenehme Momente mit Michael geteilt.
Ich betrachtete mein Spiegelbild im verchromten Kühlschrank der Schulküche, ein Junge, egal wie sehr ich mich anstrenge, ich werde nie ein Junge sein.
Inzwischen waren die anderen Mitglieder schon Zuhause und so fiel niemandem mein Gesicht auf, dessen Wangen mit dicken, heissen und salzigen Tränen dekoriert waren.
„Ich will kein Mädchen sein…“, flüsterte ich leise zu mir selbst, während ich meine Stirn an mein Spiegelbild lehnte: „Bitte, bitte, bitte, ich glaube nicht an dich und ich hasse dich sogar, aber sollte es wirklich ein übermächtiges Wesen geben, das mir helfen kann… so wäre jetzt der Zeitpunkt dafür es zu beweisen… Ich will kein Mädchen sein, Ich will kein Mädchen sein, Ich will kein Mädchen sein, bei den Göttern, lasst mich der Junge sein, den die ganze Welt in mir sieht…“, meine Stimme überschlug sich mehrmals vor lauter weinen.
„Wie weit würdest du gehen für diesen Wunsch?“, erklang eine Stimme hinter mir, rasch drehte ich mich zu Desjenigen und erkannte Herr Lehrer Haresys: „H…Herr Lehrer Haresys…“, stotterte ich erschrocken und verschränkte meine Arme beschützend um mich. Während ich mich mit dem Rücken zu ihm drehte, als würde es irgendetwas an dieser Situation ändern.
Er seufzte kurz und drängte mich an den Kühlschrank: „Nenn mich Thisseas ♥ wie oft soll ich dir das noch sagen?“, dabei spürte ich seinen Atem in meinen Nacken: „Ich bin bereit so gut wie alles zu machen…“, hauchte ich leise.

Zu der gleichen Zeit in der anderen Realität:

„Cecil, tut mir leid das ich erst jetzt komme.“, ich hatte einen Termin bei meinen Vertrauenslehrer Herr Haresys bekommen, inzwischen waren wir beide schon so vertraut, dass ich ihn Erén nennen durfte: „Macht nichts… ich bin eben erst gekommen…“.
Auf der weinroten Ledercouch des Zimmers fühlte ich mich richtig wohl, und auch sonst die Deko des Zimmers, die mehr Vertrauen ausstrahlte, als das Wartezimmer einer Kinderarzt Praxis.
„Sie haben gemeint, wenn ich mir sicher bin über meinen Körper, könnten sie mir weiterhelfen.“, ich hab es inzwischen aufgegeben männlich zu wirken, ich war doch nur für die ganze Welt eine Witzfigur, ein kleiner unterernährter Junge, der auch noch schwul ist.
Erén leckte sich langsam und sichtbar über die Zähne, diese Geste jagte mir jedesmal aufs neue einen Schauer über den Rücken: „Du willst ein Mädchen sein oder?“, und wieder bewieß er warum er mein Vertrauenslehrer war: „Ja…“, unsere Blicke trennten sich keinen Moment.
„Ich würde alles dafür tun, das Mädchen zu sein, das Michael will, das Zooé will, das die ganze Welt von mir verlangt. Bitte Erén, hilf mir.“
Er strich sich seine Haare zurück und sah für eine kurze Sekunde sehr betrübt aus…

So sei es… erinnere dich an deine Worte wenn es soweit ist…

3 Fragen…(15. Februar)

Es hat gedauert, aber in meinen neuen Körper – Falsch! – mein neues Leben, hab ich mich schnell eingewöhnt. Dank Thisseas an meiner Seite wurde mir schnell alles vertraut.
Elijah war Elisabeth als Mann, und selbst Odin als Odina war da!
Aber von Michael war keine Spur, oder von Andrej…
Hier in dieser Welt hieß ich Cecil, und war anscheinend ein ziemlicher Frauenschwarm.

Es war Mittag, als ich mit Elijah und Odina auf den Dach der Schule saß und einfach nichts anderes tat, als den grauen bewölkten Himmel anzustarren: „Cecil, du bist seit ein paar Tagen so seltsam…“, unterbrach Elijah die Stille und stellte sich neben mich: „Definiere seltsam.“
Odina gesellte sich ebenfalls neben mir und lehnte sich gegen den Drahtzaun:„Er meint das du so männlich und unnahbar auf einmal erscheinst, du hast in binnen 72 Stunden eine Menge Fangirls gewonnen.“, ich, und männlich?
Wie war denn mein vorheriges Ich so? Anscheinend in Elijah verliebt, denn in seiner Nähe bekam ich immer unglaubliches Herzklopfen.
Eine bekannte Stimme rufte meinen Namen und nahm mich von hinten in den Arm. Es war Mickey! Er drückte sich an mich und küsste meine Wange: „Tut mir leid, dass ich erst jetzt wieder da bin, bist du beleidigt?“, flüsterte in mein Ohr und küsste danach auch darauf.
Elijah und Odina lachten, verabschiedeten sich mit einer Geste und ließen uns alleine auf dem Dach: „Jetzt sind wir schon über 5 Monate zusammen… ist das nicht toll? ♥“, er drückte mich gegen den Maschendrahtzaun und begann an meinen Ohr zu knabbern.
Ich wurde immer verwirrter, wieso war Mickey kein Mädchen hier, und warum zum Henker war er schwul?!
„Ich… muss weg!“, riss mich los und rannte mit Tomatenroten Gesicht in das Lehrerzimmer, in dem Thisseas gerade seine Brille putzte während er zum Fenster rausschaute: „Ceres, falsch, Cecil, hast du Michael endlich getroffen?“, er drehte sich zu mir und lächelte. Ein verführerisches Lächeln das mir den Atem stocken ließ, sah Thisseas schon immer so unendlich gut aus?
„Ja, was wird hier gespielt? Ich… ich verstehe nichts mehr!“, ich ging ein paar Schritte zu ihn eine Hand an meiner Brust, es raste noch von Mickey und nun wegen Thisseas seinen Lächeln.
Er nam meine Hand, küsste den Handrücken und zog mich an sich: „Ich kann es dir ja verraten, den wer würde ausser dir schon so eine verrückte Geschichte glauben…“, Thisseas strich mit seinen Daumen über meine Unterlippe: „Erinnerst du dich noch an früher? Du hast es geliebt wenn ich dich so angesehen habe…“, was…meint er? Früher?

Thisseas fuhr mit seinen Schwarzen Jaguar – Ein XKR, satte 416 PS – und mich auf den 2-Sitzer zu sich Nachhause, es war ein Fertighaus wie all die anderen Wohnhäuser auf der Insel, aber im Gegensatz hatte er ein 94.990 Euro schwerer Wagen in der Parkzone stehen.
„Nun erfahre ich die Wahrheit, oder? Und keine sexuelle Belästigung…“, murmelte ich im frechen Ton als ich zu der Türe seines Hauses ging: „Keine Sorge, du interessierst mich im sexuellen Sinne eher in deinen weiblichen Körper… ♥“, dabei strich er mir übers Haar und sperrte die Türe auf.
„Also, stelle mir 3 Fragen, ich werde sie dir Wahrheitsgemäß antworten aber dafür verlange ich auch eine Entlohnung…“, Thisseas lies sich nieder auf der weißen Ledercouch nieder und betrachtete mich wie ein eingepacktes Geschenk.
Ich saß mich auf den Tisch gegenüber der Ledercouch: „Auf den Trick fall ich nicht rein, wenn ich frage welche Entlohnung hab ich eine Frage schon weg.“, er blickte entäuscht wartete aber.
„Wer… halt, WAS bist du?“, korrigierte ich mich.
Thisseas schenkte sich etwas Sekt ein der neben mir auf den Tisch stand und verschrenkte die Beine beim zurücklehnen: „Ich bin, um es in sterblichen Worten zu fassen – der Teufel.“, ich ließ es so stehen, jede weitere Frage würde er mir sicher von den dreien abziehen: „Was ist mit Mickey los? Was hat er mit DIR zu schaffen?“
Er nippte an seinen Sekt und hatte immer noch diesen verführerischen Blick oben: „Ich hab mir einen Spaß erlaubt, und ihn die Fähigkeit gegeben zwischen den ‘Welten’… naja… sagen wir mal unfreiwillig… zu wechseln.“, seine Stimme klang belustigt und er strich sich ein paar Haare im Gesicht zurück.
Die letzte Frage jetzt, aber durch seine Antworten sind nur noch mehr Fragen erschienen…
Was sollte ich ihn nun fragen..? Was nur…
3 Fragen

Ich saß mich neben Thisseas, aber nach ganzen Acht Minuten schweigen drehte er sich zu mir: „Ich bin mal so frei meine Entlohnung zu holen.“, er lächelte für einen kurzen Moment dann wieder sein neutrales Gesicht während ich fragte was er denn will.
„Ich will das du mir in die Augen siehst, und sagst: ‘Ich liebe dich’.“, seltsamerweiße wurden meine Wangen nicht rot: „Aber das wäre gelogen.“, er schüttelte seinen Kopf: „Darum geht es nicht, sag es einfach.“
Mein Körper zu ihn drehend nahm ich seine Hand und sah ihm in die Augen, 3 kleine Worte, und ich war ein Junge also passte es doch, ja?
„Ich liebe dich.“, total überascht wie einfach diese drei Worte über meine Lippen geglitten sind aber noch überraschter von Thisseas seinen Gesicht, schwiegen wir uns fast 5 Minuten an bevor die Türe aufgerissen wurde.
„BIN WIEDER DA! UND ICH HAB HUNGER!“, Erén stand an der Türe und starrte abwechselnd mich dann Thisseas an: „Das ist gerade sehr ungünstig Thisseas, denn ich habe einen Gast dabei.“, er ging auf die Seite und da stand: ICH.
Mein weibliches Ich.
Lange Zeit wurden Blicke wurden ausgetauscht, bis mir herrausrutschte: „Wie kann er und ich gleichzeitig an einen Ort sein?!“, mein Gesicht war blass und das gegenüber meines ebenfalls.
„Wäre doch Platzverschwendung wenn es unser Haus zweimal gäbe, hier ist neutrale Zone.“, antwortete Thisseas immer noch mit diesen verletzt-traurigen Gesichtsausdruck.
Ein Schrei entwich mir: „Oh Gott ich hab meine 3. Frage gerade verschwendet.“, mein weibliches Ich strich sich die Haare zurück und schloss die Tür hinter sich: „Wie hast du mich denn hergerichtet?“, fragte Sie/Er (?) mich.
„Haargel hat noch keinen Jungen wehgetan, und was hast du mit mir gemacht? Du bist in der Mädchenuniform bist du wahnsinnig?“, Sie/Er sah mich etwas verwirrt an: „Na und, ich bin doch ein Mädchen.“
Das war eindeutig zuviel. Der Teufel. Das Liebesgeständniss. Michael ist schwul. UND DAS DA.
Erén strich ihm/ihr über die Haare und grinste: „Ceres, das ist Cecil, Cecil das ist Ceres.“, Thisseas drückte mich an sich: „Hör auf das verwirrt mich, Ceres ist doch nun Cecil.“,
für einen Moment schienen wir ALLE etwas verwirrt.
Erén grinste und umarmte mein weibliches Ich: „Dann machen wir es einfach rückgängig.“, wie aus der Pistole geschossen riefen er/sie und ich: „NEIN!“
Während ich in Thisseas seinen Armen war, und er/sie in Erén seine wurde die Stimmung düster: „Irgendwas stimmt da nicht…“, auf einmal wurden wir in die Arme des jeweils anderen gestoßen, wie auf einer schlechten Tauschbörse: „Da stimmt immer noch was nicht.“, murmelte Erén während ich und mein ‘anderes Ich’ verwirrt aussahen.
„Das bedeutet wir haben mal wieder einen Vierer.“, sagten beide synchron und zogen uns Richtung Schlafzimmer: „WAS HABEN WIR?“, Thisseas und Erén grinsten uns an: „Wir haben nie behauptet das wir die guten sind, und keine Sorge es wird euch gefallen.“, sagte uns Erén während Thiss uns beide auf ein so großes Bett warf auf dem wir locker alle 4 Platz hatten: „Seht es als TÜV Test ob bei euren Körpern alles funktioniert.“, beide grinsten teuflisch und begannen sich langsam auszuziehen. „Kann es sein…“, sagte mein ‘anderes Ich’ dessen Satz ich beendete: „…das die beiden Poser sind?“
So wie sie sich auszogen konnte dass locker als Striptease gelten, und bei Gott, die beiden waren so sexy das keiner von uns beiden nur einen Gedanken daran verschwendete die Zeit zum abhauen zu nützen.

Ich war auf Erén seinen Schoß und Cecil auf den von Thisseas, wir schwitzten und stützten uns gegenseitig ab. Thisseas beugte sich so, dass er gleichzeitig in das Ohr von uns beiden flüsterte: „Sollen wir aufhören?“, wortwörtlich vom Teufel besessen antworteten wir synchron: „Mein Körper ist schwer wie Blei, mir schmerzt alles und ich habe mehrmals mein Bewusstsein verloren aber… ich fühl mich so perfekt.“, das der Junge wirklich mein ‘anderes Ich’ war, wurde mir teils durch unsere absolut synchrone Redensweise und sogar die Art wie wir fühlen klar.
Thisseas und Erén grinsten erst, aber dann setzten sie sich wieder in Bewegung.

Wäre ich ein Mensch, der an der Aussage eines Menschen zweifelt, dass dieser der Teufel ist nachdem er mich in einen anderen Körper verfrachtet, so hätte ich es ihm spätestens jetzt geglaubt.
Berauschendes Gefühl

Als ich aufgewacht war, lag nur noch Thisseas neben mir. Von Erén und von… naja jedenfalls meinen Mädchenkörper (!) war weit und breit nichts zu sehen.
Thisseas saß auf den Bett und las in einen Buch, bemerkte nicht das ich ihn die ganze Zeit schon beobachtete.
Als er zur nächsten Seite des Buches griff bemerkte er mich, und ich sah etwas das ich nie gedachtes, er lächelte mich an: „Na auch schon wach? Frühstück hast du verpasst.“, er beugte sich zu mir und strich meine Haare auf die Seite.
„Wieso tust du das?“, hauchte ich es grummelnd, er sah kurz verletzt aus dann lächelte er wieder: „Das wirst du von selber schon bemerken.“
Würden meine Fragen wohl immer so beantwortet werden? Und ob ich mir einen Vorteil daraus nützen kann, das sich hier die Personen aus den verschiedenen Realitäten treffen können?
„Ich hab garkeinen Hunger, obwohl ich seit 2 Tagen nichts gegessen habe…“, es war die Antwort zu seinen Kommentar mit den Frühstück. Er nickte nur und sah auf die Seiten des Buches: „Das liegt daran das dieser Körper eine fehlbildung im Blut hat, dadurch hat der Körper kein Hungergefühl. Cecil musste deswegen in ein Ernährungscamp weil sie erst dachten er ist einfach nur Magersüchtig.“, ich drehte mich zu Thisseas und zog die Decke höher, während ich über das was er sagte nachdachte: „Aber ich dachte, er und ich, sind dasselbe.“
Mir schmerzte noch alles.

Thisseas hatte mich auf seine Arme gehoben und mich in die Badewanne verfrachtet, sein Gesichtsausdruck war ganz anders jetzt, als beim Sex.
Mit einen sehr weichen Schwamm wusch er mich ab, widersprechen hatte nichts genützt er hatte darauf bestanden, und obwohl ich damit gerechnet hatte das er wieder Sex will, hat er mich einfach nur gewaschen und nichts getan was machte das ich mich unwohl fühlte: „Warum gibt es hier eigentlich keinen weiblichen Mickey, oder einen weiblichen Andrej Noah.“
Er warf mir einen frischen Schwamm zu und lächelte: „Unten darfst du selber, ausser du willst natürlich dass ich ♥“, wild schüttelte ich den Kopf und nahm den schwamm als er antwortete: „Ach ich fand es lustiger Michael als jungen zu lassen, auch wenn er dadurch starb hier als er kleiner war.“, er kratzte sich nachdenklich am Hinterkopf und ich musterte dabei mein männliches Spiegelblild: „Was? Der Michael hier starb…“
Etwas lag in der Luft, die Stimmung war auf einmal düster: „Hier in dieser Welt sind Cecil und Michael nie freunde geworden, und dementsprechend wurde er nie gerettet bei der Entführung. Nicht so, wie du. Du hast damals Michael und dich selber vom Tod bewahrt.“
Meine Augen wurden groß, ich versteckte mein Gesicht hinter meinen nassen Händen, versuchte die Erinnerung zu verdrängen: „Ich hab 2 Menschen umgebracht! Ich! Erschossen! Und das mit 6 Jahren!!“, meine Stimme war nicht besonders laut, aber gereizt, verletzt und vor allem zitternd.
Thisseas strich mir meine nassen Haare zurück: „Alles was du getan hast, war das leben von dir und ihn zu beschützen. Und ich weiss, dass du dies niemanden erzählst, weil du immer wieder die gleiche Antwort bekommst. Aber es war richtig was du getan hast. Das kann ich dir sagen.“
Das Mickey das Kind eines Politikers ist hab ich erst damals erfahren, ein Kleinkind eines Politikers würde viel Geld einbringen, und so wurde auch ich – die mit Mickey jede Sekunde zusammen war zum spielen – mitentführt.
Es war ein grausamer schneller Akt, aber im Gegensatz zu Mickey hatte ich dieses Erlebniss besser verdaut. Ich erinnere mich noch an das kalte Metall der Dienstwaffe meines Dads, was für ein berauschendes Gefühl es war, diese beiden Männer umkippen zu sehen durch eine kleine Bewegung, das warme Blut das mir und Mickey ins Gesicht landete.
So sollte sich kein 6-Jähriges Mädchen fühlen, und niemals sollte ein 7-Jähriger in das Blut deren Opfer getaucht sein.
Als ich wieder zurückfand mit meinen Gedanken war ich aus der Badewanne draussen, eingewickelt in einer Decke auf dem Bett, draussen war es dunkel und nur das Geräusch von Thisseas und Erén draussen erklang im Echo des sonst menschenleeren Hauses.

„Willst du sie nicht wieder in ihren Körper lassen, bevor sie das nächste Trauma bekommt?“, meinte Erén und dann hörte ich nur noch ein flüstern von beiden – synchron:
„Walther wird morgen kommen.“

Nach den Vorfall im Badezimmer von Thisseas bin ich wieder nach Hause gegangen, ich hatte alles vergessen was nach dem Vorfall passiert war, leider auch das Gespräch zwischen den beiden.
Auf Thisseas Tipp hingegen, das mein Körper sich nicht melden kann, begann ich 3 mal am Tag brav zu essen.
Mein Vater lobte mich, er war derselbe Mensch, es schien mir das sich nichts verändert hatte teilweise, wir jonglierten zum Frühstück mit Matheaufgaben um uns, er war dann 2 Wochen wieder im Dienst.
Aber… ich vermisste Odin…

Ich sah zu meinen Kalender, da war der Tag an dem Neumond war Rot eingekreist:
„Bei Zooé übernachten“, stand da.
Zooé, er war die männliche Version von Zoé… aber… wenn ich das nicht wüsste, würde ich das nie denken. Genauso das Elijah und Lisa dasselbe, oder gar Tatsuko und Tatsuhiro…
Für mich, waren das eigenständige Personen mit eigenen Gefühlen, es waren die Unterschiede die mir auffallen, und im gegensatz zu Mickey, dem nur die gemeinsamkeiten auffallen.
Schwarz und weiss denken! Wie immer!
„DU SCHWACHKOPF!“, schrie ich laut im leeren Haus als es auf einmal klingelte: „Einen Momee~ent“, rief ich, zog mich fertig an und ging zur Tür.
Ein älterer Herr stand vor mir, er lächelte ein – wie Opa es sagen würde – ‘Seelenloses Lächeln’.
„Cecil, da bist du ja, ich hab mir sorgen gemacht weil du nicht mehr gekommen bist.“, er streichelte mir über die Wange und ich ging erschrocken einen Schritt zurück.
Wer war das?
Der Blick des Mannes war erschreckend, die Reaktion als ich abgewehrt hatte lies seine Gesichtszüge dünkler werden, dieser Blick lies meine Füße wie gelähmt wirken, mein Körper reagierte nicht mehr, eine Urangst lies mich erschaudern.
Wieder strich mir der fremde Mann über die Wange, da es unmöglich schien zu reagieren und ich ihn dadurch gewähren lies, wurde sein Blick wieder zu diesen mit dem er mich begrüßte.
„Also kommst du mit zu deiner Therapiestunde? Wir müssen dich doch wiegen.“, antworten war wohl überbewertet, denn er packte mich unsanft an Arm und zog mich in seinen Wagen, einen grünen kleinen Mini, nichts besonderes oder auffallendes.
Mein Herz war immer noch von dieser furchtbaren Angst getränkt, eine Gänsehaut kam zeitgleich mit dem Schlottern.

Und da waren wir dann. In einen großen Büro, umgeben von Möbeln aus Holz, dekorationen eines Zirkus, noch nie hatte ich solche Angst vor bunten Farben. Es war, als hätte sich mein Körper alles gemerkt, und wusste was nun kommen würde.
„Komm schon, Onkel Walther hat nicht ewig Zeit.“, er begann mein weisses Hemd aufzuknöpfen und meine Augen weiteten sich.
Walther… Walther… Walther… da war doch etwas… unsanft riss er dazu meine Jeans bis zu meinen Fussknöchel: „Hey! Moment mal!“, endlich konnte ich reagieren.
Seine große Männerhand glitt über meine Oberschenkel: „Heute ist keine Kamera dabei, nur wir beide.“ KAMERA? KAMERA?? KAMERA?!
Mein Atem ging schneller vor Angst, beide Hände wurden auf den großen Eichenholz Schreibtisch gepresst, Walthers Hände strichen über meine Brust.
Angst… Angst… Angst… ich musste mich selbst zum Atmen zwingen, noch nie fühlte sich Hände eines Menschens so kalt an wie jetzt.
Tränen kamen hoch, es schien als würde man seine eigene Angst aus Kindertagen gegenüber stehen. Eine Hand öffnete seine Jeans, mit der anderen strich er meinen Hals hoch: „Öffne deinen Mund, Cecil.“, mein Herz raste, es raste so sehr, nur das Echo seiner Worte hallte in meinen Kopf als er 2 Finger von sich in meinen Mund befeuchtete.
Sowas hatte ich noch nie erlebt, so eine tiefgelegte, abgrund reine Furcht gegenüber eines Menschens.
Auf einmal kam mir in den Sinn, das eine Assistentin draussen war vor seinen Büro, ich biss auf seine beide Finger und schrie so laut das meine Kehle schmerzte nach Hilfe: „DU BASTARD!“, rief er stolperte etwas zur Seite und riss seinen Brieföffner aus dessen Halterung.
Eine Menge Blut tropfte auf den Teppich, mein Körper betäubt von der Angst nahm nicht wahr wie er auf mich sprang und immer wieder in mich einschlug.

Ich saß im Krankenhaus. Mein linkes Auge wurde verletzt, stark genug um es erblinden zu lassen, zu schwach um mich zu töten. Das Gaze drückte unangenehm darauf, aber die Schmerzmittel die ich bekam betäubten nicht nur meinen Körper.
Meine letzten Erinnerungen beinhalten nur noch, das die Sekräterin die Polizei gerufen hat, und mein Vater dann kam… und… und…
Im Hals würgte es die ganze Zeit, ich hatte immernoch das Gefühl seine kalten Händen an meinen Körper zu spüren. „Cecil?“, ertönte eine Stimme, ich drehte mich zu der Richtung. Zooé stand da schwer atmend – anscheinend ist er gerannt. Sein Gesichtsausdruck war jenseits jeglicher Vorstellung. Zooé sah so menschlich aus, seine Haut war blass, seine Augen glänzten vor Zorn und obwohl er kein Stirnrunzeln hatte, waren es die subtilen andeutungen in diesem Pokerface die mich stocken liesen: „DU SCHWACHKOPF!!“, rief er laut genug für ein Echo im Gang. Er zog mich fest in seine Arme, lies mir keine Chance mich zu wehren, flüsterte immer wieder beruhigende Worte in mein Ohr, immer und immer wieder, bis ich meiner seiner Umarmung ergab.

Zooé hatte mit den Ärzten geredet und dafür gesorgt das ich nach Hause durfte, doch statt zu mir fuhr er zu sich selber: „Du wirst die nächsten Tage bei mir wohnen.“
Seine Stimme war so sanft… zu mir als Ceres wäre er das wohl nie. Ich war nur eine Sexfreundin, ein Mittel zum Zweck… oder… einfach nur ein Cecil Ersatz.
Aber ich konnte mir nicht helfen, ich war so glücklich in diesem Moment.

In dem Hotel, oberstes Stockwerk, Glassfassaden wohin das Auge reicht, Luxus Loft, 1:1 mit Zoés Wohnung. Selbst die 3 Meter lange Netzpython war hier.
„Zooé?“, begann ich das erste Gespräch mit ihn seit den damaligen Weihnachtsfest, er drehte sich zu mir: „Was gibt es, Cecil?“
Erst mein Zehen anstarrnd dann wieder zu ihn: „Ich… Ich… L……..“, seine Augen wurden groß, nein, das kann ich ihn nicht antun, ich war in Cecils Körper, nicht mehr, nicht weniger.
„Ich lege mich dann mal auf die Couch, ok?“, er nickte und begann sich auszuziehen, NACKT, wie es Zoé immer tat, die Netzpython kroch auf seine Schultern, wohl kaum ein Gegenstand oder ein Lebewesen bekam soviel Liebe von ihm wie diese riesengroße Schlange.

Es war dunkel, und heute war Neumond, also passte es doch. Anscheinend hatte Cecil sowieso vor heute bei Zooé zu sein.
Zooé saß neben mir auf der Couch, er sagte kein Wort und starrte in das Leere, alle Lichter waren aus und der Fernsehr lies er nicht einschalten. Er hatte sogar den Strom abgeschalten.
Ich seufzte schließlich und suchte eine Kerze: „So“, eröffnete ich als ich die Kerze angezündet habe: „Schon ist es etwas heller hier oder?“
Mir stockte der Atem, Zooé lächelte! Meine Wangen wurden rot, mir wurde ganz heiß und ich drehte mich schnell mit den Rücken zu ihn.
Mir wurde bewusst, das ich Zooé garnicht mochte, aber auch garnichts über ihn wusste. Ich lies mich von seinen Worten hinreissen ihn zu hassen, und hatte al die Taten ignoriert die er getan hat.
Zooé hat zwar viel geredet, und viel schlechtes dazu noch. Aber die Liste von schlechten Taten war kaum vorhanden.
Ein Flüstern erfüllte den Raum: „Danke.“

Es war aus und vorbei. Das Schmerzmittel konnte zwar meinen Körper betäuben aber die Sedative nicht meine Gedanken.
Auf einmal war es nicht mehr so wichtig was vor einen Tag bei einen Kinderpsychiater geschah, es war garnicht mehr so wichtig das ich auf einen Auge nun blind war…
Denn mir wurde was schreckliches bewusst.
Verliebt…hatte ich mich eben in Zooé und sein Lächeln.
Ich will dafür sorgen das er immer so lächelt…

Cecil ging mir die letzten Tage gekonnt aus dem Weg, doch das machte nichts.
Denn viel mehr erschütterte mich die Tatsache das Ceres crossdresst in der Schule.
Zoé und Lizzi waren begeistert davon und liesen ihm sogar eine Perücke tragen, jeden Tag eine andere Frisur.
„Ceres!“, eröffnete ich die wenige frohe Kunde und packte ihn an den Schultern: „Was ist denn los? Ist das weil ich, weil ich…“, unsere Beziehung wurde in diesen Jahr immer schlechter, wir gingen am Anfang durch ‘Dick und Dünn’, aber nun distanzierte er sich immer mehr von mir.
Er war doch mein Freund aus Kindheitstagen, und ich würde ihn immer lieb haben egal was für eine sexualität oder schräge Hobbies hat, dennoch!
„Michael? Was ist denn?“, er sah mich fragend an, wieso schmerzte mein Herz so? Weil er mich nicht mehr Mickey nannte? Ich hasste diesen Spitznamen, nur er durfte ihn aber sagen, und wieso… wieso… mir tut alles weh, in meiner Brust dreht es sich mehrmals.
War es weil Ceres nun mit Zooé zusammen war? Nein, die beiden hatten sich getrennt… oder?
Was war es dann? Hasste er mich?
Ich drückte ihn zornig an die Mauer, alle Schüler waren schon wieder zurück in ihre Klassen, nur ich und er… draussen am Pausenhof.
„D…Du tust mir weh.“, waren die letzten Worte bevor alles Schwarz wurde.

Als ich wieder zu mir kam war mir ganz anders, etwas übel,ich hörte wen schluchzen.
„Was? Mir tut alles weh…“, fasste an meine Stirn und bemerkte das ich nackt war. Ich lag auf dem Bett von Ceres seinem Vater, neben mir lag Ceres selbst.
„Ceres?“, er weinte, er weinte so schlimm. Das letztemal als ich Ceres so weinen sah war vor vielen vielen Jahren. Ich strich ihm über die Haare und bemerkte er war ebenfalls nackt.
„Oh…mein…“, ich riss die Decke weg und starrte auf den Anblick der sich mir bot.
Die Tatsache das Ceres ein Mädchen war, streifte mich nicht einmal, zu der großen Tatsache was ich getan hatte…
„Ceres… Ceres!“, ich drückte ihren geschundenen Körper an mich, vergrub meinen Kopf an ihren Hals, das Bettlacken war voller Blut und ihre Beine zitternden.
„Es tut mir so leid… es tut mir so leid… es tut mir so dermaßen leid… war es ER schon wieder, ja?“, rethorische Fragen. Natürlich war es ER, ich erinnerte mich an nichts mehr, garnichts mehr, und Ceres fing nur an schlimmer zu weinen.
Vorsichtig zurück auf die Matraze legend flüsterte ich ein: „Warte hier!“, bevor ich ins Bad gang.
Einen Kübel voll warmen Wasser, einen weichen Lappen und erste Hilfe Koffer saß ich mich am Rand des Bettes, wusch vorsichtig das getrocknete Blut von ihren Beinen.
Ceres war ein Mädchen, also war Cecil ein Junge. Und… ich ein verdammter Idiot.
„Michael, ich… muss dir was beichten…“, schluchzte sie als ich den Lappen weglegte und die Wundheilsalbe nahm: „Ja?“, hauchte ich vorsichtig und trug die Salbe auf.
Sie ringte mit den Worten und ich war gerade fertig als sie anfing: „Die Sache ist die… ich… bin Cecil.“, ich nickte, hob sie vorsichtig auf die Armen und trug sie in ihr eigenes Bett: „Ich verstehe.“, antwortete ich nur und strich ihr die Haare aus den Gesicht: „Wirklich?“, sie sah erschrocken mich an und ich nickte nur.
„Ja… ehrlich gesagt… gibt es da etwas das ich verheimlicht habe…“, ich deckte sie zu und stand auf: „Aber erstmal mach ich das Bett sauber…“

Alle Spuren vernichtet, die Waschmaschine die ihr Echo warf und Ceres ihr Blick lag ich neben ihr, ich hab ihr erzählt von diesen einem Tag als Thisseas und Erén sich über mich lustig machten.
„Ich habe dann… Erén dazu übereden konnten mir alles zu erzählen, aber da war es schon Neujahr vorbei. Nur irgendwie, kann ich es erst jetzt glauben.“, unsicher lachte ich, wusste selber nicht ob es passend war zu lachen nachdem ich…
Meine Hand wurde gepackt plötzlich: „Ich verzeihe dir Michael, aber bitte erzähl mir wer ‘Umbra’ ist…“, ich schluckte.

Es gibt wenig Dinge über die ich niemals reden will, von einer Liste mit 10 Punkten, wären 7 Punkte verschiedene Formulierungen über ‘Umbra’ zu reden.
„Gut, ich erzähle dir alles, von Anfang an.“, Ceres – oder besser gesagt Cecil – lag ihren Kopf auf meine Brust und wartete gespannt.
Schatten 18 Februar 2013

Michael strich mir durch die Haare, er erzählte mir davon, wie er mit 7 fast entführt wurde. Wie Ceres ihm das Leben rettete und beide Täter erschoss, und er mit diesen Erlebniss schizophren wurde.
Er kam zwar in den nächsten Tag sofort für 6 Monate in eine Kinderpsychiatrie, doch konnte er sein ‘2. Ich’ verstecken. Nur Ceres wusste von ‘Umbra’, so der Name seines anderen Ichs. Er sprach davon das Umbra ihn nur übernahm wenn er eifersüchtig oder wenn er oder andere in Lebensgefahr steckten.
In diesen Modus passieren Dinge an die er sich nicht erinnern kann.
Es ist als würde er tief und fest schlafen…
Michael sprach davon wie Umbra ab und an mit ihn redete, besonders wenn er wieder Streit mit seinen Eltern hatte. Ich lag dabei die ganze Zeit mit meinen Kopf auf seiner Brust, lauschte seinen Herzschlag der vor Angst schneller ging.
„Krank, nicht?“, hauchte er, sein Atem ging auf einmal sehr langsam, als würde er nun darauf warten das ich ihn schlage, anschreie oder einfach nur ihn zustimme.
Ich hob meinen Kopf und nickte: „Du bist in Ceres verliebt.“, hauchte ich nur, er sah mich erschrocken an, riss sich sogar hoch und betrachtete mich wie ein abstraktes Kunstwerk: „Wie kommst du darauf?“, flüsterte Michael entgeistert.
Ich schürzte die Lippen und saß mich ebenfalls hoch, dann beugte ich mich etwas über ihn: „’Umbra’ sagte immer, und immer wieder, das nur er in der Lage sei ‘mich’ (Ceres) zu lieben, und das ‘ich’ (Ceres) deswegen auch nur in der Lage bin ihn zu lieben. Das niemand mich (Ceres) so lieben und akzeptieren kann wie er. Immer und immer wieder während er mich…“

Seit ich das gesagt habe war Michael sehr still, er starrte ins Nichts und verharrte in dem Bett. Ich lag neben ihn, bereute es das ich ihm die Wahrheit gesagt hatte und betrachtete seine Hände die zitterten: „Was meintest du davor mit ‘Ich wusste es schon’.“
Michael entspannte sich, dankbar sichtlich vom Thema nun abgelenkt zu werden und zog mich in seine Arme: „Also das, dauert jetzt wirklich etwas länger.“, flüsterte er.
Dieser zarte duft von Apfel, der Michael immer bei sich trug, überdeckt von der Heizofenluft des Zimmers lies meine Augen schließen und nur seine Worte hören:
„Also ganz am Anfang, ging in eurer Realität alles synchron ab, brach sich ein Schüler bei euch den Fuß, dauerte es in meiner Realität exakt zwei Tage, dann geschah denselben Schüler dasselbe. Ich nutzte am Anfang diese ‘Gabe’ um anderen zu helfen. Aber… auf einmal wurdet ihr immer selbstständiger. Und auf einmal hattet ihr absolut nichts mehr gemeinsam mit meiner Realität, meinen Freunden. Schließlich waren es die Unterschiede die mir nur noch auffielen, nicht die gemeinsamkeiten. Dies wurde mir bewusst nachdem Erén meinte: ‘Schwarz und Weiss sind beides Farben, aber du kannst Farben nicht mit Welten vergleichen’. Ausserdem waren nur die Schüler der Schule Geschlechtsvertauscht, Eltern und alles ausserhalb des Schulgeländes war ganz normal wie immer…“, die Schmerzen die mir vor nicht weniger als 2 Stunden noch ‘Umbra’ angetan hatte schienen zu verblassen.
„Synchron… heisst das… wir sind nur ‘Schatten’ deiner Freunde?“, ich wurde blass und verschluckte mich richtig an meiner eigenen Spucke so das ich wild zu husten anfing.

Wir sind… nichts weiter als Abziehbilder gewesen von einer anderen Welt…
Mit diesen Gedanken wurde ich geplagt die ganze Woche.
Bis ich schließlich Erén bat ihn zu besuchen dürfen…

Die Wahrheit 25. Februar

Seit ich die Neumondnacht mit Zooé verbracht hatte, war ich fest entschlossen ihn immer zu lächeln bringen.
Es stand ihn so gut dieses zarte Lächeln, und seine Augenbrauen die nicht in Falten lagen.
Aber es war garnicht so einfach ihn zum lächeln bringen.
Ich glaube, ich müsste für immer Cecil sein, dann könnte ich an seiner Stelle mit ihn zusammen sein…

Sport war gerade vorbei und Zooé musterte mich die ganze Zeit unter der Dusche. Er hatte zwar ein lächeln oben, aber wie man oft las war es wohl das leibhaftige: ‘You gonna get raped’ Face.
Zooé hatte es perfektioniert.
Als auch Elijah schließlich aus der Dusche ging und wir somit alleine, er zog mich in seine Arme: „Ich wollte ja warten, bis du es von selber erzählst. Aber was genau ist passiert? Was hat Walther gemacht das du…“, er verstummte abrupt als er merkte wie mein Körper darauf reagierte das wir beide ‘klatschnass’ waren und einander gepresst: „Hey…“, sein Gesicht hatte wieder dieses Entspannte, er drehte sanft meinen Kopf zur Seite und ich spürte seine Zunge am Rand meines Ohres hoch und runter lecken. „Du bist so niedlich… Cecil ♥“, der einzige Gedanke der mir kam war: Ich will für immer Cecil sein.

Zooé hatte das erstemal mit mir als Junge sex, ich wusste nicht wie es aussah davor, aber ich denke auch er hatte das erstemal Sex mit Cecil.
Er wusch alle Spuren mich mit einen weichen warmen Lappen ab, während ich kraftlos auf den Fließen der Schuldusche saß.

Am Abend saß ich lange vor den Spiegel, bevor ich mir die neue Haarfarbe auftrug.
Warum so plötzlich?
Ich wusste es nicht, ich wusste nur das ich ‘Ceres’ vergessen will. Aber solange ich fast 1:1 aussehe wie ‘Ceres’ konnte ich das nicht.
Imagewechsel musste her…
Erst als ich alles ausgespült hatte und meine Nachtschwarzen – inzwischen getrockneteten – Haaren betrachtete, wagte ich den Schritt den ich die letzten Wochen nicht gewagt hatte:
Ich zog das die Gaze das mein verletztes Auge verdeckte langsam aus.

Mir stockte der Atem.
Die Welt schien sich schlagartig auf zu drehen, mein Herzschlag schien jedes Geräusch zu überdecken, Zeit wurde irrelevant.
„Glas.“, hauchte ich mit einen entsetzen mit dem ich das Spiegelbild meines verletzten Auges betrachtete.
Das Auge… es war aus Glas… und hatte einen Sprung… so das die Iris Blau wirkte.

„Ja Ceres, Glas.“, ertönte Thisseas Stimme neben mir, woher er kam war mir egal, er hatte sich schon angewöhnt aus den Nichts aufzutauchen und mir meinen letzten Nerv zu rauben:
„Wieso… ist meine Auge… aus Glas?“, nach mehrmaligen stottern erst brachte ich diesen Satz zustande, Thisseas musterte meine schwarzen Haare – die für ihn interessanter erschienen als die Tatsache das ich die Luft angehalten habe vor Schock über diese Tatsache.
Thisseas klopfte mir auf die Schulter, öffnete meine Badetüre und drückte mich raus, dabei spürte ich kurz einen kalten Wind der meine Haare durcheinander wirbelte, und als die Sicht endlich klarer wurde befand ich mich in Thisseas/Erén seinen Haus.
„Eine ähnliche Frage hat auch eben Cecil gestellt, hock dich ins Wohnzimmer. ♥“,
Teufel! Bastard! DÄMON! Er hatte sichtlich Spaß und auch Erén schien amüsiert zu sein von meinen blassen Gesicht.
Auf der Couch saß Cecil in meinen Körper, er nickte mir kurz zu und sah dann wieder sehr besorgt aus.
Als Thisseas sich endlich auf den 2. Sessel es sich bequem machte wiederholte Cecil anscheinend seine Frage: „Sind wir, Zooé, Elijah und die anderen, nichts weiter als ‘Schatten’?“
Erén der sich eine Zigarre anzünd betrachtete uns beiden: „Falsch. All diese Menschen, in dieser Welt, nichts weiteres sind als Puppen.“, und beide lächelten teuflisch…

Was zwei Tage davor geschah

Zooé sah mich lange und traurig an: „Du… bist verliebt?“, wiederholte ich seine Worte, doch sie bewirkten nur das ich die Klinge in meinen Herzen selber drehte.
Er nickte und strich sich nervös – ja Zooé schien nervös – über seinen Nacken: „Ja, es ist ein Mädchen…“, er nickte kurz als würde er sich selber bestätigen wollen.
„Wer… ist die glückliche denn?“, ich setzte mein schönstes aber um so fälscheres Lächeln auf, er sah mich kurz erschrocken an dann legte er seine Hand die im Nacken war in den Schoß: „Ihr Name ist Ceres.“, meine Augen weiteten sich und weiteten sich, es kam nichts mehr, als hätte ich nichts zu sagen und er fuhr fort: „Sie hat eine große Klappe, ist endlos frech, aber gleichzeitig wohl der größte Angsthase den ich je gesehen habe. Ausserdem ist sie fett, flach wie ein Brett und verdammt eingebildetet.“
Ich begann meine Finger wütend zu knacksen: „Red ruhig weiter…“, während vor Zorn schon ein paar Adern raustanden, ich und FETT?
Ich bin nicht Fett!! Ich bin nur… nur… Ok ich bin Fett…

Zooé verschränkte seine Finger auf den Schoß und betrachtete diese: „Sie ist das komplette Gegenteil von dir Cecil. Egal wie sehr ich mich angestrengt hatte, ich hab immer nur die Unterschiede von euch beiden gesehen, nicht die Gemeinsamkeiten.“
Gegenteil…? Unterschiede? Er sieht mich garnicht als Cecil Ersatz?
Unsere Blicke trafen sich und ich musste instinktiv nervös schlucken: „Und nun ist sie weg, nicht mehr da, einfach fort.“, er lachte kurz und saß sich gemütlicher hin auf die Mauer: „Ich fürchte sie hasst mich, ist ja nicht weiter schlimm. Ich lege es ja darauf an das man mich hasst. Aber… langsam fängt es an wehzutun.“
Als er sich über sein verlegenes Gesicht strich betrachtete er mich erschrocken: „Cecil?“, Freudentränen kullerten runter und ich erstickte an meinen eigenen Speichel so das ich wild zu husten begann: „Schon ok, schon ok, erzähl ruhig weiter.“, ich wedelte wild mit den Händen vor ihm und er begann zu lachen.
Es war so schön dieses Lachen…
„Sie ist wohl die letzte Person, wo irgendetwas besonderes ist. Wie viele Kinder spielt sie die Starke obwohl sie eigentlich weinen will. Sie überspielt ihre Schwächen mit ihren Stärken und ihr Aussehen ist nichtmal irgendwie anders. Aber…“, er seufzte lange und fing an zu schweigen.

Aber was? Sag schon! Nach sovielen Beleidigungen muss doch was schönes kommen!
Bitte, bitte, bitte, bitte… oder spielst du nur gerade mit mir?
Gerade als ich aufgab dass doch noch was kam flüsterte er leise:

„Als ich die kurze Zeit bei ihr war, sahen wir uns gemeinsam einen total kitschigen Film an. Dort fiel der Spruch: ‘Dein Vater war ein Dieb, denn er hat dem Himmel die schönsten Sterne geklaut und dir in die Augen gelegt’ und sie saß neben mir, und hatte nicht diese typische Reaktion von ‘Awww süß’ oder ‘Sowas billiges’ sondern sie sagte toternst: ‘Er sagt der Frau gerade das in ihren Augen das Licht von Planeten steckt die vor Abermilliarden von Jahren gestorben sind’… im selben Film kam dann eine Stelle in der sie durch Herbstlaub gingen und die Frau es wahnsinnig romantisch fand, und wieder sagte sie: ‘Sie findet es romantisch wenn Blätter von den Bäumen fallen weil sie ihr letztes Leben aushauchen und sterben’.“

Er klopfte neben sich auf der Mauer: „Ihre Sichtweise des Lebens und alles… ist unglaublich einfach… Was glaubst du? Hasst sie mich?“
Ich saß mich neben ihn und nahm seine Hand: „Nein. Sicher nicht. Aber ich bin mir ganz sicher, dass du ihr das selber sagen solltest.“
Er legte seinen Arm um mich und zog mich auf seinen Schoß: „Aber das hab ich doch schon bereits, stimmts, Ceres?“, sein Grinsen wurde teuflisch und ich riss erschrocken meine Unterarme vors Gesicht: „Woher… wie lange?“, er kicherte und seine Hände strichen an meinen Nacken: „Lange genug… du hast übrigens etwas auf deinem Gesicht.“, ich strich mir übers Gesicht und gerade als meine Hände weg waren begann er mich zu küssen.
„Ich liebe dich, Ceres…“

Die Wahrheit Teil 2

„Ich bin eine Puppe?“, so ruhig, ich fragte es so ruhig als ich Erén musterte: „Verstehe…“, alle sahen mich fragend an: „Ach wirklich?“, fragte Thisseas und rückte seine Brille zurecht.
„Ich hatte oft das Gefühl, das ich kein Mensch bin. Irgendwas niedrigeres, nun ist es klar.“, meine Augen werden nass.
Ich bin eine Puppe…
„Tja, Thisseas wollte sich mit der anderen Realität einfach nur etwas unterhaltung erschaffen, aber meint ihr Menschen zu erstellen ist einfach? Also wirklich, da ist es einfacher sie aus Puppen zu erstellen. Aber selbst dafür, naja wir haben nur die Schüler der AK Universität dafür ausgesucht. Aber das habt ihr bestimmt schon gemerkt.“, Erén schüttelte den Kopf, Thisseas trank seinen Kaffee genüsslich.
Ceres selbst krallte sich in ihre Hose.
Nachdem er seine Tasse wieder weg gelegt hatte antwortete er: „Klone, ihr seit nichts weiter als Klone von Menschen die wir zufällig ausgewählt haben. Und nichtmal ein Mensch seit ihr. An euch ist nichts menschliches.
Ein Klatschen ertönte, das Gerräusch hallte noch kurz im Wohnzimmer, Ceres ihre Hand wurde etwas rot und zitterte von den Schmerz, Thisseas Wange selbst war das Opfer: „ZOOÉ IST KEINE PUPPE! ER IST MENSCHLICHER WIE SO MANCH ANDERER DEN ICH KENNE!“, tränen kamen hoch bei ihr.
Umbra ist in Ceres verliebt, Tatsuhiro ist in Ceres verliebt und bis vor kurzem dachte ich das Ceres sicher auch in Mike verliebt ist.
Das ist sie aber nicht, sie ist in Zooé verliebt.
„Wieso wir?“, hauchte ich um die Stille zu füllen: „Wieso erzählt ihr UNS das? Ich verstehe es nicht, ich bin damit überfordert, ich frage mich ob Mike auch nur ein bisschen so überfordert ist mit der Situation wie ich jetzt…“, ich krallte mich in die Haare, selbst den Tränen nahe.
Je mehr Fragen beantwortet wurden, desto mehr kamen, mein Kopf explodiert, ganz bestimmt.
Erén saß sich neben mich und legte mir dabei einen Arm um: „Mike, er ist total überfordert damit. Um ehrlich zu sein, haben wir an dieser ganzen Geschichte keinen Spaß mehr. Deswegen…“, ich riss die Augen auf und sprang auf: „IHR DÜRFT UNS NICHT TRENNEN! IHR DÜRFT DAS NICHT!!“
Ceres stellte ich neben mir, wir sahen beide wütend an, Erén nahm nun seine Tasse Kaffee und blickte gelangweilt: „Was machen wir nun Thisseas? Du bist schuld an den Chaos.“
Thisseas strich sich durch die Haare und drückte uns zurück auf die Couch: „Gut, ich erkläre nun alles, alles von anfang an. Dann werdet ihr verstehen was nun passiert.“
Sein Blick hatte etwas mitfühlendes.
„Oh mein Gott! DU BIST IN CERES VER-“, DONG.
Eine Kopfnuss von Erén brachte mich zu schweigen.
Dann begann Thisseas zu erzählen…

Das er Ceres und Michael schon von klein auf beobachtet hatte, wie er wusste das Ceres für den Mord an die Kidnapper zu ihn landen würde.
Ihre Seele würde in der Hölle schmoren. Wie er sah das Odin und Lisa auftauchten, wovon Odin sein Neffe ist, wie er zornig wurde das Odin Mike wiederbelebte nach den Sturz von der Klippe, auch hier hätte die Seele zu ihn sollen.
Also hatte er keine Lust mehr zu warten, wollte seinen Spaß so schnell wie möglich haben.
Dann sprach er davon das die Insel auf der AK ist, keine gewöhnliche Insel ist.
Dies ging zu tief in die Materie, auf jedenfall wurde uns erklärt das keiner der Professoren, oder gar die Schüler normale Menschen sind. Aber was genau die Universität ist, diese Insel, würden wir wohl nie erfahren.
Er sprach davon wie Mike ein Idiot ist weil er nicht merkt das Ceres ein Mädchen ist, das er so auf die Idee kam alles Geschlechtsvertauscht zu machen.
Das er ihm die Fähigkeit dann gab zwischen der wirklichen Welt, und diese kleine selbsterfundene von ihn zu wechseln. Dabei war es nicht zufällig wie Mike es mir erklärt hatte.
Er meinte das es rein zufällig ist, wann er zwischen diese Welten wechseln kann.
Nein.
Dass er wechselte immer dann zwischen den Welten wenn er mit seinen Leben oder seine jetzige Situation zu überfordert war.
Immer dann, wechselte er zu der jeweiligen Welt.
Er sprach davon wie sie mitbekamen das Mike unbedingt wollte das wer mit ihn mitfühlen kann, und sie dann Zooé die Fähigkeit gaben die Realitäten mitzuwechseln.
Nur das dieser das System schnell durchschaut hatte und so mit dieser Kraft umgehen konnte.
Es dauerte lange, wirklich lange.
Das Menschen zu klonen selbst, total einfach ist, aber sie Geschlechtsvertauscht zu machen schon eine schwierigere Angelegenheit war, also hatte er einfach unser Umfeld kopiert, geklont, uns selbst aber aus Puppen erstellt.
Drahtpuppen um genau zu sein.
Einfache Drahtgestelle
Und wenn wir uns irgendwie schwerer verletzen werden, so das ein Organ oder Körperteil zurück zu seinen Ursprung verwandeln würde.
Deswegen war nun das linke Auge meines männlichen Körpers aus Glas.
Ein funktionstüchtiges Glasauge.
Zum Schluss sprach er:

„Habt ihr euch nie gewundert das Elijahs Haare sein rechtes Auge verdecken? Er wusste es vor euch, vor allen anderen was ihr alles seit.

Den Kopf schüttelnd raufte ich mir die Haare.
Die Geschichte ergab nun einen Sinn, naja etwas mehr wie vorher. Aber einen Sinn.
„Das heisst, ihr werdet Cecils Welt aufgeben oder? Löschen?“, flüsterte Ceres leise: „Es ist mir egal ob diese Menschen nur Drahtgestelle sind, es ist mir egal ob Zooé nichts weiter ist als ein Produkt das auf den grausamen Scherz von euch beiden entstanden ist. Ich liebe ihn, ich liebe diese Menschen in Cecils Welt.
Sie sind keine Klone, klar wir haben gemeinsamkeiten äusserlich und Namenstechnisch, vielleicht auch hier und da ein Hobby.
Aber sie sind eigenständige Wesen, die denken und fühlen können. Und wenn nicht sogar besser sind als ein Mensch der aus den Leib einer Frau kam.“
Berührt von diesen Satz kullerten Tränen meinen Wagen runter.
Hauchend zu mir selber gab ich ein: „Ich bin ein eigenständiges Wesen?“, von mir, drückte Ceres ihre Hand und sie drückte diese zurück: „Deswegen will ich nicht, das sie verschwinden, ich will das nicht.“, wiederholte sie, dann stand sie auf und zog mich bei der Hand: „Cecil und ich gehen jetzt, und ihr beide werdet uns in Ruhe lassen.“
Hand in Hand gingen wir zum Ausgang und Erén lachte kurz: „Verstanden, wir mischen uns nicht mehr ein. Wenn ihr es wirklich auslöffeln wollt was wir getan haben…“
Mein weibliches Ich war so stark, und noch mehr staunte ich als diese sich an mich drückte: „Ich werde jeden Bissen dieser Suppe die ihr eingebrockt habt genießen.“, dann öffnete sie die Türe und wir gingen gleichzeitig raus.
Und in dem Moment…
war ich wieder in meinen eigenen Körper und in meiner Realität, Ceres neben mir war verschwunden und anscheinend in ihrer Welt.
Doch das Ende hatte gerade erst begonnen von dieser Geschichte.

Lachend und mit blauen Auge (am nächsten Tag)

Direkt nach den Ereigniss bei Thisseas und Erén, ging ich in der Schuluniform wie sie Cecil mir angezogen hatte zur Schule.
In dieser kurzen Zeit wo ich weg war, hatte ich einiges gelernt, und ausserdem hatten Cecil und ich uns schon davor bei den beiden getroffen wo mir Cecil um Rat bittete da Odin seit er seine Liebe zu Lisa gekündigt hatte er immer spät Nachts nach Hause kam und schon am frühen Morgen wieder verschwand.
Odin verkroch sich in körperlicher Arbeit. ER, der niemals auch nur einen Finger rührte, selbst zu den Schulfeiern sitzt er nur am Dach und beobachtete uns Schüler arbeiten während er die Luftlöcher zählte die er sonst so am starren war.
Kurze knappen Antworten in den ersten zwei Tagen, dann schien er der alte zu sein. Nur Lisa meidete, meidete Gespräche die irgendwie mit ihr zutun hatten, oder mit der Liebe.
Und deswegen hatte ich einen Entschluss entfasst.

Lisa… ich hab Lisa lieb… sie ist wie eine große Schwester für mich aber… sie selber schien es doch auch zu beschäftigen und leiden wegen Odin.

Ich riss schließlich die Klassentüre auf, schwer atmend starrte ich Lisa an die erst aus den Fenster, dann mich ansah.
„LISA!!“, ich war zornig auf einmal, so zornig, ich wusste nicht was tun, wusste nicht was los ist und ehe ich mich versah standen alle Klassenkameraden erschrocken auf.
„Wenn du willst.“, antwortete sie fast schon unbeteiligt und stand auf, sie wusste was ich vorhatte.
Wer bestimmt wer Recht hat und wer nicht? Wir alle kämpfen aus unserer eigenen Überzeugung… wir kämpfen und kämpfen.
Ich zog meine Pistole aus ihren Versteck hinter meinen Rücken und warf sie zu Boden, Schulmädchen schrien erschrocken beim Anblick der Waffe und rannten an mir vorbei aus der Klasse.

Ein Schrei ertönte, für jemanden wie mich der schon seit sie zurückdenken kann von ihren Vater trainiert wird war das Ausweichen von Möbeln, drüber springen oder sogar ausweichen einer der einfachsten übungen. Lisa tritt einen Schultisch vor mir, mit einen gekonnten Sprung stand ich auf den Tisch sprang auf sie, schlug sie ins Gesicht, wurde selbst getroffen von ihren Knie in meinen Magen. Sie nahm ein Buch auf einen fremden Tisch, warf es nach mir, rechtzeitig gedückt tritt ich ihr ins Schienbein so das sie zu Boden fiel. „WEGEN DIR IST ODIN…. WEGEN DIR IST ODIN!!“, ich schrie immer noch, schwere Atemzüge, ein Schlag, der zweite der Dritte, Niere, Magen das Gesicht, sie packte meinen Kragen warf sich mit einen Schwung zurück so das ich unsanft auf die hinteren Bänke knallte, ein knirschen meiner Knochen war zu hören und für einen kurzen Augenblick wurde es mir übel.

Lisa nahm die Zeit um wieder auf die Beine zu kommen, atmete kurz tief ein und wisch sich ein paar Strähnen aus den Gesicht. Aufgerappelt und wieder ein schneller Schlag in ihr Gesicht lies sie zurücktaumeln. Stolperte über eine Schultasche die am Boden lag, so das ich auf sie springen konnte. Meine Nase blutete, ich hatte das Gefühl mir wurden mein gesammter Skalp mit bloßer Hand weg gerissen so wie Lisa sich in meine Haare krallte doch ich packte ich sie an der Schuluniform und schrie ihr wieder ins Gesicht: „ANGSTHASE! DU VERDAMMTER SCHWÄCHLING! DU HAST NUR ANGST VERLETZT ZU WERDEN!! GIB ODIN ENDLICH EINE KLARE ANTWORT UND HÖR AUF MIT IHN ZU SPIELEN!“, Tränen kamen hervor und ich drückte Lisa wieder zu Boden die mir unfreiwillig in die Augen sah.

Meine Faust wieder am schwingen, erneut auf sie zusteuernd packte Mickey, der hergerannt war, meinen Unterarm und zog mich weg: „Ceres! Beruhig dich!!!“, ich zappelte und schrie, war so zornig, nicht auf Lisa, nicht auf Odin, sondern meine Unfähigkeit meine Freunden zu helfen, sie leiden zu sehen und nichts weiteres tun zu können als auszuharren.

Immer und immer wieder tatenlos zusehen müssen…

Weg gezogen von Lisa stand selbige auf, ging auf mich zu und wurde von Zoé zurückgehalten.
„DU BIST EIN FEIGLING!! NICHTS WEITER!!“, waren die Worte wirklich für Lisa?
Lisa tritt einmal fest aus und so stoß in meine Knie ein Stuhl: „DU HAST KEINE AHNUNG!! DU STERBLICHE HAST KEINE AHNUNG WAS HIER VOR SICH GEHT!“, Lisa selber mit den Tränen in den Augen, dann tauschten wir uns lange Blicke aus bevor wir zum nicht verständlichen für alle Beobachtenden anfingen zu lachen.

Es gab etwas wichtiges das ich vor lauter Hass und Euphorie übersehen hatte… ich werde aber niemals rausfinden was es war.

Denn Lisa verschwand einige Tage danach.
Odin meinte, sie ist nach Hause… und er hatte anscheinend mit ihr geredet, und war sehr glücklich und das als Single…



Ein Kommentar

  1. Hach Eren und Thisseas sind schon toll /EREN MEHR!/
    Dieses Cecil Ceres Zeugs ist voll verwirrend, da muss man immer zweimal nachdenken woah x-x

    Kommentar von Asena — 3. Juni 2010 @ 10:52

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