Geschichten vom Dezember 2012

19. April 2010, 22:15

Hier könnt ihr die Geschichten nachlesen die im Dezember 2012 stattfanden und damals noch auf meinen Blog ausgestellt wurden =)

…Im reden warst du schon immer gut. (3. Dezember)

„Ist das so?“ fragte er und fuhr sich mit der linken Hand durch sein rotes Haar.
Mein Blick war immer noch genauso wie vor 5 Minuten, eingefroren, verwirrt, desorientiert.
Inzwischen kannte ich Zooé einen ganzen Monat und ich wusste zwar das er kaum zu schockieren ist, aber das er DIESE Situation so einfach akzeptierte…

Es war nichts neues mehr für mich das ich zwischen 2 Realitäten sprang wenn ich durch irgendeine Türe im Schulgelände ging.
Aber als ich mit Zooé gleichzeitig durch das Tor der Sporthalle ging und ich auf einmal vor Lisa stand MIT ihm, wurde mir anders.

Lisa, und sowohl der Rest der Klasse, die wohlgemerkt nicht meine war (in keine der beiden Realitäten!) hatten uns nicht bemerkt wie wir mitten in der Masse standen, wartend auf die Befehle des Sportlehrers.

Zooé reagierte schneller wie ich mit dieser Situation und zog mich unbemerkt von der Gruppe.
Die Situation erläuternd wo er sich befand, wie die Realität auch hier aussah, war dieses >Ist das so?< seine einzige Reaktion.
Während den guten 15 Minuten in denen ich das gröbste zusammen fassen konnte sah er kein einziges mal weg von meinen Augen, schwieg lange und auch jetzt war wieder diese Stille eingetreten. Er hatte in dieser Welt kein Zuhause, keine Identität...
Und das sollte nur das kleinste Problem sein.

„Michael?“ ertönte eine Mädchenstimme hinter mir.
Lisa stand da in der Sportuniform der Schule und lächelte, Wangen leicht gerötet aber ihre Augen wanderten fragend zu Zooé.
Bevor ich ihm sagen konnte:>Sag nichts dummes!< warf er Lisa einen musternden Blick und ging einen Schritt auf sie zu: „Elisabeth Doe Williams?“
Nickend und leicht überrascht machte sie eine kaum sichtbare Geste die soviel heißen sollte wie: >Und dein Name?<.
Mein Herz setzte für einige Sekunden aus, will er auch noch seinen ECHTEN Namen hier verwenden?
„Zooé. Michael erzählt viel über dich den ganzen lieben Tag.“ sein Pokergesicht blieb, die Stimme passend zur Mimik.
Verwundert sah ich wie Lisas Gesicht rot wurde, Zooé war gut im lügen, ich hatte natürlich kaum was über diese Realität erzählt, aber es schien Lisa jedes Misstrauen zu nehmen und ich lies es so stehen.
Bevor aber noch mehr Schüler Zooé entdeckten, oder gar ein Lehrer, zog ich ihn am Arm weg von dem Geschehen.

Ich wusste nicht wie Zooé es geschafft hatte einen Termin beim Direktor der Schule zu bekommen und auch noch so kurzfristig. Niemand kannte den Direktor, nicht einmal die Lehrer selbst haben ihn je gesehen.
Und nun kam dieser aus den Direktor Zimmer, ein eingebildetes Grinsen zierte sein Gesicht und seine Hände steckte er, wie in einer Siegerpose eines „Beat'em Up“ Games, in die Hosentaschen:
„Lass deine Sprüche, im Reden warst du schon immer gut.“ entfuhr es mir, etwas genervt, aber erleichtert.
Zooé hob mein Kinn etwas hoch, sodass ich ihn in die Augen sehen musste:“Du bist doch mit Cecil zusammen, und wie sieht es hier damit aus?“ keine Regung in seinen Gesicht.
„Ich und mein bester Freund? Nein!“ entfuhr es mir erschrocken. Cecil war ein burschiköses Mädchen gebe ich zu, aber das hieß doch nicht das ich schwul bin... oder?

Er sah an mir vorbei den langen leeren Gang entlang, lies mein Kinn los und ignorierte mich und meine Sorgen gekonnt. Es konnte mir egal sein, alles was Zooé machen würde wäre sein Problem.
Aber ich versuchte nur mich selbst zu belügen mit diesen Gedanken...

Auf kranke weiße Selbstbefriedigung? (6. Dezember)

Es ist ein ganzes Wochenende her seitdem ich Zooé das letzte mal gesehen habe.
Nur der Sekundenschlaf begleitete mich die Nächte.
Was wäre wenn jemand herausfindet was mit ihn passiert?
Was ist wenn jemand bemerkt wer Zooé ist?
…und was ist wenn Zooé seine Mutter hier trifft..?

Jedes mal bin ich schweißgebadet aufgewacht.
Ungenutzte Tage, ich tat weder die aufgetragenen Hausaufgaben, noch antwortete ich auf die zahlreichen SMS die mir mein besorgter Freund Ceres schrieb.
Kein Wunder, es war 3 Tage her als wir uns zuletzt sahen und Lisa hatte ihm sicher erzählt das sie mich gesehen hatte am Freitag.

Montag morgen traf ich Zooé der Schule, frisch geduscht wie immer, duftend nach seinen Lieblings Markenparfüm und – welch Überraschung – mit seinem Pokergesicht das er wohl über all die Jahre perfektionierte.
„Zooé!“ ich rannte zu ihm und drehte Zooé an der Schulter zu mir.

Mein Atem blieb stehen, mein Puls beschleunigte sich, die gesunde Bräune die ich hatte wurde spontan aschfahl und jeder Gedanke war eine Explosion an undefinierbaren Gedankengut.

Zooé hatte mit Zoé geredet…
Er hat mit sich selber gesprochen…
Und das schlimmste an der ganzen Sache war folgender Satz der von Zoé kam:
„Die Nacht war toll das sollten wir wiederholen. ♥“

Zooé war narzisstisch, er war dieser Typ Mensch den ich mir vorstellen konnte wie er sich stundenlang im Spiegel betrachtet und bewundert.
Und all die Zeit in der er meinte, das wenn er mit sich selber schlafen könnte – er es tun würde, kam mir auf einmal so grausam dumm vor – und nicht eingebildet oder vielleicht sogar etwas lustig.

Mädchenstimmen kicherten auf den ganzen Platz, sie sahen mich und Zooé an, machten Fotos und tuschelten wie wild.
„Wenn du willst, das die ganze Schule dich für schwul hält, hast du genau den richtigen Gesichtsausdruck, der eines betrogenen Geliebten der seine Liebe beim Fremdgehen erwischt hat.“ Sein Humor war schlecht, genauso schlecht wie meiner.
Aber er hatte recht.

Ich lies ihn schnell los und räusperte mich ein paar mal, schließlich kratzte ich mich an der Narbe die an meiner rechten Wange war und sah auf die Seite.

Zooé hatte mit sich selber geschlafen…
Was war das nun? Inzest, eklig, oder einfach nur auf sehr kranke weise Selbstbefriedigung?
Egal was es war, ich musste mich abfinden, dass es geschehen ist und mich darauf konzentrieren wie ich Zooé in seine Realität wiederbekomme…

Thisseas & Erén – Klassen und Sportlehrer (6. Dezember)

Zum 6. mal läutete die Schulglocke. Die letzte Stunde für heute.
Ein Tag ohne weitere Ereignisse. Herr Haresys hatte es wie immer auf mich abgesehen und so durfte fast ich alle 6 Stunden jede 2. Aufgabe an der Tafel lösen.
Er grinste mich an, man konnte meinen er wolle mir zeigen das er alle 32 Zähne hat.

Herr Haresys war groß – ganze 1m 94! – , braun gebrannt, hatte lange silberhelle Haare – die er immer zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte – , goldene Augen und wenn er sich mal die Zeit nahm auf seiner Geige zu spielen, blieben viele Schüler bis es dunkel war im Gebäude, ihn animierend weiter zu spielen.

Der beliebteste Lehrer der Schule, hasste den beliebtesten Schüler der Schule:
Mich.

Es waren Probleme die normal waren, zum Alltag gehören, und eine willkommene Abwechslung zu den anderen Sorgen die mich sonst so plagten.
Als die Stunde zu ende war, wurde ich – oh welch Überraschung! – vom Lehrer gebeten zu warten bis alle weg sind.

„Du fehlst seit 3 Monaten oft in der Schule ist dir das bewusst? Nicht einmal deine Eltern wissen wo du bist… oder gar… Ceres.“
Haresys sah nicht hoch von seinen Buch das er gerade las, anscheinend wartete er auch nicht auf eine Antwort denn er sprach gleich weiter:
„>De Facto< ist, wenn das so weiter geht fliegst du von der Schule.“

Herr Haresys, der noch auf seinen Pult hockte legte sein Buch auf einen der Tische von den Schülern und ging direkt zu mir.
„Ist dir bewusst das du mit deinen ständigen verschwinden dir eine menge Ärger einhandelst?“
Er hob mein Gesicht hoch und sah mich belustigt an.
So ein Déjà-vu, wurde mir heute nicht schon einmal das Kinn hoch gehoben?
Ich spürte seinen Atem ganz nah an meinen Gesicht:“Ich weiß, Herr Haresys.“ würgte ich hervor, Ärger wollte ich keinen, nicht jetzt, nicht kurz vor Weihnachten.

Ein Krach, ein Schmerz in den Schultern und ich lag auf den Pult des Lehrers, die Decke anstarrend, unwissend und verwirrt was passiert ist saß ich mich auf.
Neben Haresys stand sein >älterer< Zwillingsbruder. Er war gute 3 cm kleiner wie er, hatte Kastanienbraune zurück geschleckte Haare und war definitiv nicht braun gebrannt, aber die Ähnlichkeit konnte man dennoch nicht leugnen.
„Darf ich Thisseas?“ fragte sein älterer Zwillingsbruder, der am Rande bemerkt der Sportlehrer der Schule war.
Was will er dürfen?
„Nein Erén, noch nicht, es macht mir Spaß zuzusehen wie der Junge sein Leben verbaut in dem er die der anderen rettet.“
Beide hatten einen unheimlichen grinsen und Erén beugte sich an mein Ohr, so nah das es mir eine Gänsehaut entfuhr durch seinen Atem:“Weiß und Schwarz sind beides Farben, beides das Gegenteil des jeweiligen anderen, aber du kannst Farben nicht mit Welten vergleichen ~ ♥.“
Beide gingen aus den Klassenzimmer, fragen bildeten sich in meinen Kopf.
Wissen die beiden etwa von meiner Fähigkeiten? Oder hatten sie gar was damit zutun?
Wären all die Antworten die ich schon lange suche schon immer bei meinen eigenen Klassenlehrer gewesen?
War es Glück... oder verdammte Ironie?
Oder gar... nur ein Wunsch denken und die beiden meinten was anderes...

…was noch in der Mittagspause geschah (6. Dezember)

Es war Lisas Idee gewesen den neuen mit seinen grimmigen Blick mitzunehmen.
Zooé Sydney Chirac hieß er, wäre Zoé ein Junge, dann wäre er wohl das Ergebniss davon.
Schon alleine ihre Namen waren fast Identisch, und nun behauptete auch noch Zoé auch noch in der Schule das er ihr Zwillingsbruder wäre.
Lisa sprach mit Zooé als würden sie sich schon ewig kennen, falsch, Zooé sprach mit Lisa über Themen als würde ER sie schon ewig kennen.
Auch fiel mir auf wie er Lisa ihre Narbe an der rechten Gesichtshälfte immer wieder musterte.

„Erzähl doch mal was von dir.“ unterbrach ich das tiefsinnige Gespräch der beiden über Gottes Existenz, den Tod und den Dimensionen. Kein Smalltalk für einen neuen Schüler der Freunde suchte… suchte er doch… oder?
Ich strich mir meine weissblauen Haare zur Seite und beobachtete Zooé mit Argusaugen.

„Du kochst gerne richtig?“ antwortete er mit einer Gegenfrage.
Ich konnte es nicht leugnen, doch ehe ich mich versah läutete die Schulglocke das die Pause vorbei war.
Er hat das Thema gekonnt gewechselt, woher wusste er das Lisa an Gottes Existenz zweifelt? Woher wusste er das ich gerne koche?
Mickey hat ihn mit keiner Silbe je erwähnt, ich konnte es nicht richtig begründen, aber er war mir ganz und gar suspekt.

„Wie findest du den neuen?“ unterbrach Lisa meinen Gedanken lächelnd.
Sie stoppte mich und wir warteten bis Zooé außer Hörweite war: „Ganz okay.“
„Ihr beide wärt ein tolles Paar!“ Lisa fing an zu lachen als ich mit meiner leeren Lunchbox auf ihren Kopf schlug:“So etwas sagt man nicht einmal aus Spaß! Er ist ganz und gar nicht mein Typ!“

So gingen wir wieder in die Klasse, links von mir saß Lisa, rechts hatte ich Ausblick aus den Fenster und vor mir saß Zooé.
Ausgerechnet vor mir… aber so konnte ich ihn beobachten ohne das es auffiel.
Ich und er ein Paar? Ich mochte keine Männer mit roten Haaren, außerdem hielt er mich für einen Jungen wie jeder hier auf der Schule. Er war eingebildet und viel zu groß, ich müsste ja auf Zehenspitzen stehen um ihn zu küssen…

Pfffff, der benutzt sicher Lippen Balsam so wie seine Lippen…
endlich bemerkte ich um was meine Gedanken die ganze Zeit gekreist sind!
Lisa hatte mir einen floh ins Ohr gesetzt, ehe ich mich versah stand ich auf und unsere Klassensprecherin sah mich fragend an:“Was gibt’s Minerva? Möchtest du uns was vorschlagen für das Weihnachtsfest?“ Alle Augen auf mich gerichtet brachte ich würgend ein:“Kostümball“ hervor, packte Zooé am Arm und zog ihn aus der Klasse.

Unwissend das die Klasse für den Vorschlag begeistert war…

Zooé und ich standen in den – immer leeren – Clubraum des Okkultismus.
Er sah mich fragend an, Pokergesicht wie es im Buche steht.
„Wer bist du? Woher weisst du soviel und warum behauptet Zooé du wärst ihr Zwillingsbruder?“

Ein grinsen huschte über sein Gesicht, Zooé ging ein Schritt auf mich zu und drängte mich an die Wand:“Und was ist mit dir? Ziehst einen neuen Schüler in ein leeres Klassenzimmer, ziemlich dreist für ein Mädchen nicht? ♥“
Langes schweigen. Er wusste das ich ein Mädchen bin? Woher…

Sein warmer Atem konnte ich inzwischen im Gesicht spüren, sein Blick durchdringte mich und ich kam mir so transparent und vorrausschaubar aus.
Meine Beine und Arme wollten nicht mehr…
So hilf mir doch wer… irgendwer… Mickey…
Kühle Nachtluft tat gut (6 Dezember)

Nach dem tollen Gespräch mit meinem Klassenlehrer und den Schulsportlehrer erwartete mich die tägliche ertüchtigung unseres Fussballtrainer, doch noch auf den Weg dahin wurde ich von Ceres abgepasst.

„Mickey!!“ ein erzorntes Gesicht vor mir erscheinend ging ich einen Schritt zurück und setzte mein schönstes Lächeln auf:“Ceres… ♥“
Wie immer wurde der Kleine rot und ich lachte:“Schütte mir dein Herz aus Geliebter…“
Ich nahm seine linke Hand die meine Krawatte hielt und küsste den Handrücken.
„Das ist nicht lustig…“ protestierte er und zog seine Hand zurück.

„Stimmt, Zooé hat mich angerufen, ihr Beide seit nun ein Paar richtig?“ ich sah ihn fragend an und stemmte meine rechte Hand an der Hüfte ab.
Er sah mich erst verlegen an dann wurde sein Blick traurig: „Das… also das…“ stotterte er.
„Ziemlich ungewöhnlich für dich, ihr beide kennt euch nicht einmal einen Tag.“ für sonnenverwöhnte Menschen wie mich und Ceres waren die aktuellen 15° ziemlich kalt und der Wind der mein und sein Haar zerwühlte, lies uns zusätzlich frieren.
Sein Blick wurde immer und immer mehr betrübter, ich wusste sofort das Ceres in einen meiner Sätze irgendwas über interpretiert hatte. Wie es seine Art war, schon immer…

„Also was ich damit sagen wollte war—“
Noch ehe der Satz fertig gesprochen werden konnte sah er hoch zu mir, glitzernde Äuglein, gerötete Wangen von der Kälte und einzelne Haare die sich auf seiner Wange durch den Wind verirrten.

Wahnsinn.
Ceres und Cecils Aussehen waren exakt dasselbe.

Bei diesem Anblick raubte es mir den Atem, ich vergaß mich kurz und strich mit meiner linken Hand seinen Nacken. Ob Ceres seine Lippen genauso weich und zart waren die von Cecil?
Ich schloss meine Augen und ging nahe an sein Gesicht, sein warmer Atem spürend auf meinen Lippen.
„DU IDIOT!“ schrie er mich an, stoß mich von sich weg und hatte Tränen in seinen Augen:“DU VERSTEHST AUCH GARNICHTS!“ schrie er erneut und rannte vom Schulplatz weg.
Seinen Namen flüsterte ich vor mich hin und sah ihm traurig hinterher, Nachrennen wäre ein Fehler, Ceres war schon immer der Mensch der alles mit sich alleine ausmachte.
So ging ich also wieder meinen Weg. Überlegend was Ceres eigentlich von mir wollte…

Es war dunkel, schon 18 Uhr als wir endlich die Zeit bemerkten und das Training beendeten, meine Beine schmerzten und die anderen Fussball Kollegen um mich herum liesen sich nicht die Chance zu nehmen mich zu triezen:“Mike, und wen hast du diesmal am start?“
Alle 10 synchron zu mir, und ich mit einen fragenden Blick nur während ich die letzten Reste meines Duschgels rauspresste:“Immer wenn du Training verweigerst, hast du eine neue Freundin ~ ♥“
Ich lies es mir nicht nehmen darauf hinzuweißen, dass ich kaum richtige Beziehungen hatte, mehr kleinere Flirts und Dates, aber nie was Ernstes.
Sie ließen sich von den gereizten Ton meiner Stimme zum schweigen bringen.

Die kühle Nachtluft tat gut, und so entschied ich nicht den Bus nach Hause zu nehmen.
Aber ich wünschte ich hätte es getan…

Denn wenige Ecken weiter wurde ich von einer Faust in meinen Magen getroffen, dessen Schmerz mich unweigerlich zu Boden warf und kurze Zeit darauf ein weiterer Schmerz am Hinterkopf, der mich in Ohnmacht warf.

Mittagspause die 2. (6. Dezember)

Ich versuchte Zooés Blick auszuweichen:“Ich denke… das passt schon so…“, würgte ich verlegen herraus.
„Bist du dir sicher? Ist es hier etwa normal so etwas mit den neuen Jungs der Schule zu machen?“ Er lächelte mich an, seine Augen waren hypnotosierend und nur mit größter Mühe presste ich meine Hände gegen seine Brust: „Nein.“
„Also machst nur du sowas Freches?“ er legte seinen Kopf schief, immer noch mit diesem Lächeln. Ein etwas zu lautes: „Nein!“ entwich mir und ich versteckte mein Gesicht hinter meinen Händen.

Mit mir flirtete ein Junge, und dieser wusste sogar, das ich ein Mädchen bin!
Ich hatte mir immer vorgestellt wie ich das erste Mal angeflirtet werde von einen Jungen der schwul ist, diese Szene hab ich mir so oft ausgemalt, jedes Detail, der Geruch, der Ort…
Es schien unmöglich für mich nun zu sein das es gerade anders passiert.

„Du bist süß.“ Zooé nahm meine Handgelenke, drückte sie sanft weg von meinem Gesicht und stoß dabei meine Uniformskappe runter zu meinen Füßen
Seine Lippen trafen meine. Sie waren zart und weich, der Kuss war so verspielt und dennoch gekonnt, kurz und genießerisch. Als wäre ich ein Wein… und er der Kenner.

Der Kuss ging genauso schnell, wie er gekommen war. Mein Atem ging schneller, mein Gesicht war schon ungesund rot und er hatte immer noch dieses Auftreten.
„Keine Sorge… niemand wird uns hier finden.“ mit diesen Worten drückte er mich etwas auf die Seite und hob mich hoch, sodass ich auf dem Lehrerpult des leeren Clubraums saß.
Ein erschrockener Laut meinerseits erfüllte die Stille.
Zooé lag seinen Kopf auf meine Brust und die Arme um mich:“Du bist so weich, und ihm so ähnlich…“ murmelte er, und er murmelte einen Namen – Cecil – .

Mein Herz raste noch vom Kuss, und irgendwie konnte ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Zooé hielt ich für den Typus >Eisblock< in Sachen Mensch-sein.
„Michael ist ein Idiot, weiss nicht dass du ein Mädchen bist. Wie blind kann ein Mensch nur sein?“
Ich drückte ihn ein bisschen weg, um in seine Augen zu sehen. Er gab mir dieses Gefühl als kannten wir uns ewig:“Ich bin froh... das es jemand gibt der weiss, dass ich ein Mädchen bin, ohne mich je nackt gesehen zu haben.“ noch kurz räuspernd fügte ich hinzu:“Es tut mir leid, ich weiss rein garnichts über dich, und hielt dich für einen schlechten Menschen. Können wir das von eben einfach vergessen?“
Ich meinte den Kuss, nicht die Entführung in den Clubraum.

Er zog sein Handy raus, wählte eine Kurzwahl und knöpfte mir dabei mein Hemd auf: “Michael? Ich bins. Ich wollte nur sagen das ich mich bekenne schwul zu sein. Und ich mit Ceres zusammen bin, darf ich? Ich will. Gut“, er klappte sein Handy zu und sah mich TOTAL gelangweilt an.

„Einen Moment!“, stoß ich erschrocken aus.
„Das ist unmöglich zu warten, ich werde nicht warten“
„Huh?...Huh?!“

Als mein Hemd offen war, zog er meine Hose und Boxershorts – die ich trage ich um den Schein zu wahren – mit einen Ruck aus.

„Zooé! Hey! I-“
Er fing wieder an mich zu küssen, fast schon triezend.
„Sag nichts, ich will es nicht hören... ich werde nicht stoppen.“

Ich wusste nicht warum... aber ich war froh das er das sagte...

Nur noch schlafen (7. Dezember)

Es war dunkel als ich wieder zu mir kam. Ich befand mich in einem kahlen sterilen Raum, Geruch von Desinfektionsmittel stieg mir in die Nase und draussen hörte man hin und wieder Schritte – ein paar Schuhe die über den Gummibelag des Bodens quietschten.
Mein Kopf war einbandagiert, als ich den Verband antasten will, bemerke ich jemand aus den Augenwinkeln, dessen Kopf war in meinem Kissen versunken, während er mit beiden Händen meine Hand hielt. Ich erkannte, dass es Ceres war und dieser schlief fest.
„Ceres?“ ich versuch ihn vorsichtig zu wecken. Als dieser den Kopf hob sah ich erschrocken.
Es war nicht Ceres sondern Cecil!

Anscheinend hatte ich, als ich durch das Schultor ging wieder die Realität gewechselt.
„Wen nennst du hier Ceres?“ und ein Schmollmund zierte ihr Gesicht.
Man sah das Cecil geweint hatte und ich strich ein paar Haare aus ihrem Gesicht, als diese mich fragte: “Wohin bist du verschwunden am Freitag?!“
Ihr Gesichtsausdruck verletzt, sie rappelte sich auf: “Wir wollten doch ins Kin–“
Ein Kuss brachte Cecil zum schweigen, ich hielt ihr Gesicht fest in beiden Händen und obwohl diese wild an meine Brust klopfte, lösten sich unsere Lippen erst, als sie sich beruhigte.
„Geht es dir besser? Tut dir irgendetwas noch weh?“, flüsterte sie leise und ich schüttelte nur meinen Kopf.
Cecil musterte abwechselnd ihre Hände auf meiner Brust und dann meine Augen:“Mein Dad hat seine Daten angegeben für dich, damit die im Krankenhaus dich behandeln. Aber er will Antworten dafür. Antworten wer du wirklich bist…“.
„Das hab ich doch schon gesagt, ich heiße Michael, Michael Aeternum Cypher…“, ich hab nicht gelogen, ich hab nur über mich geschwiegen.

Sie schien mir nicht zu glauben… ich kratzte mich, wie immer wenn ich nachdenken, oder nervös war, an der Narbe auf meiner rechten Wange.
Eigentlich will mein Vater mich dauernd überreden meine Narben behandeln zu lassen.
Doch diese, diese Narbe an meiner Wange, war ein Symbol.
Sie erinnert mich jedesmal aufs neue, wieviel ich Ceres schuldete…
„Michael Aeternum Cypher… Sohn von Enigma und Lefay Aeternum Cypher?“ unterbrach Cecil meine Gedanken.
„Huh?!“ Mein Blick war vielsagend. Zu… vielsagend.

„Das geht nicht.“, kurz und Schmerzlos kam eine zweite Stimme.
Cecil drehte sich mit dem Stuhl um, an der Tür stand wer, und das Licht, das draussen im Gang strahlte, lies nur eine Silhuette im ersten Moment erkennen.
Ich stand vom Bett auf:“Wie meinen?“

Ihr Vater, Alexandro, stand an der Türe, sah mich lange und intensiv an:“Denn Michael Aeternum Cypher, starb im Alter von 7 Jahren bei einer Geiselnahme.“
Alles verschwamm vor meinen Augen und ich verlor jegliche Balance, sodass ich mich zurück ins Bett lag.
Kurz bevor ich dachte, das ich wegkippe riss ich meine Augen auf.
„Moment mal, das heisst ich bin in dieser Welt ein Junge!“
Alexandro und Cecil tauschten Blicke aus.

Schließlich zupfte Alexandro seine Polizeiuniform zurecht:“Der Schlag war wohl etwas zu heftig, was?“

Keine Kraft zum diskutieren, keine Lust zum rebellieren.
Ich wollte nur noch schlafen.

…wenn es soweit ist (8. Dezember – Mittwoch)

Ich wälzte mich in meinem Bett hin und her. Wieso musste ich mit ihm streiten?
„Ich will doch nur das es wie früher wird…“, murmelte ich den Tränen nahe in mein Hasenkissen.

„Es wird nie etwas wie früher, wieso soll es gestern schöner gewesen sein wie heute?“ ertönte Zooé’s Stimme hinter mir.
Ich wälzte mich schnell in die Richtung wo er lag, und sah dass er angezogen im meinen Bett lag.
Zooé fing an selbstgefällig zu lachen: „Keine Sorge, du bist nicht die erste die in Ohnmacht geflogen ist nach dem Sex.“, Blut schoss mir in den Kopf und ich zog die Decke über meinen Kopf:“KLAPPE!“, schrie ich als ich seine Hand an meiner Hüfte spürte: „Ich hab dich nach Hause gebracht, den ganzen Weg getragen, dafür will ich jetzt auch eine Belohnung…♥“

Da ich nur alle 2 Wochen meinen Vater zu Gesicht bekam, und unser Miethaus auf der kleinen Insel dadurch nur mich beherbergte, konnte Zooe sich ungehindert an mir austoben.
Als ich wieder bei klarem Verstand war, saß ich auf der Waschmaschine, die noch rotierte und Zooé der zum 4. mal sein Kondom wechselte:“Du bist echt ein perverses Mädchen ♥“, in mein Ohr flüsterte, während er mit seiner freien Hand einen Nippel zwischen seinen Fingern drehte.
Kaum das Kondom weggelegt drehte er mich so, dass ich über der Waschmaschine gebeugt war: „Dein Gesicht ist so süß wenn du kommst… dennoch probieren wir was… Neues aus.“
Zwei Finger von ihm fanden ihren Weg in meinen Mund, während seine Lippen über meine Schulter glitten:“Mal sehen ob du auf dasselbe stehst wie Cecil…“ hörte ich ihn murmeln.
Wer war Cecil? Stellte er sich gerade etwa diesen Cecil vor, während er..?
Ich holte mit meinen Fuß aus und wollte ihn treten als seine 2 Finger in meinen Mund über meinen Hintern streiften:“Entspann dich, sonst tut es weh ♥“ flüsterte er mir dabei ins Ohr.

Mein Wecker zeigte Mitternacht als ich wieder zu mir kam. Kopfschmerzen machten mich benommen und ich warf einen Arm über meine Augen, selbst das Licht der Straßenlaternen, die von draussen in mein Zimmer hereinschienen, waren zuviel für mich.
Schon wieder in Ohnmacht geflogen, und damit die Antwort gefunden warum Zoé für diesen Typen lügte. Die beiden hatten Sex… und wie ich Zoé kannte, sicher doppelt so lange wie ich mit ihm. Es dauerte lange bis ich mich endlich aufrappelte und ins Badezimmer trottete.
Duschen, einfach duschen, ich war zwar keine Jungfrau mehr, dennoch war ICH nicht der Typ der… der mit jemanden ins Bett geht den ich nicht einmal richtig kannte.
>Zwangs zusammensein< hin oder her!

Das warme Wasser das mir ins Gesicht prasselte, der Duft meines lieblings Babyöls – ja ich benütze Babypflege Produkte – tat unheimlich gut und lies meinen Kopf klar werden.
Ich lehnte meine Stirn gegen die kalte Fließe und schloss die Augen, leider konnte ich nicht verleugnen, das der Sex fantastisch war und er gut aussah.
Seine Hände spürte ich immer noch an meinem Körper, wieso durfte nur Mickey das Recht haben Sex zu haben, jemanden zu küssen, oder eine Beziehung einzugehen?
Er... er wird mich eh niemals mögen! Niemals! Nicht auf diese Weise!

Den Bademantel um mich geworfen ging ich ins Wohnzimmer, sah Zooé nackt auf der Couch liegen, selbstgemachte Chips, so dick mit Chili bedeckt, dass sie eingefärbt schienen.
Er war wie Zoé, dieser Zooé...
In der freien Hand hielt er ein Buch, mit der anderen schaufelte er sich Chips rein.
„Du hast garkein Fernsehr im Haus.“, begrüßte er mich, und ich fing an zu schmollen:“Kein Geld, du etwa? Kannst' mir ja einen kaufen als Entschädigung für die Kopfschmerzen!“

Zooé sprang schwungvoll von der Couch auf und legte das Buch weg:“Ich hab es dir so gut besorgt, dass du 2 mal in Ohnmacht gefallen bist, sollte nicht ich da was von dir verlangen?“
Er ging auf mich zu, wollte er etwa wieder..? Nein! Nie im Leben... oder etwa...doch?
Ein gequältes Grinsen und ich presste zwischen zusammengedrückten Zähnen hervor: „Was willst du denn?“
„Ich werde es dir sagen wenn es soweit ist.“, war seine einzige Antwort an diesen Abend.
Verbotener Kuss (8. Dezember Mittwoch)

Ich bin in derselben Nacht, in der mich Alexandro vor den Kopf stoß, vom Krankenhaus geflohen. Ein normaler Raubüberfall für Aussenstehende, aber eine Vergewaltigung für meine Seele. In dieser Welt war ich nicht nur TOT, ich wurde sogar ermordet...
Meine Geschwister und ich wurden schon immer vorgewarnt, dass man es schwer hat als Kind eines Poltikers ist. Erst recht wenn es Gerüchte von diesen gibt das er bei einer Mafia mitwirkt. Aber dennoch...

Ich bin die letzten Stunden - vielleicht auch schon ein paar Tage - nur durch die Stadt gelaufen, eine Stunde, nachdem die Schule aus war, ging ich ins Gelände, hoffend das ich wieder zurückkomme in meine Realität. Aber ich kam nicht zurück.
Meine Beine taten von den vorigen Strapazen weh, und das Gelände war so groß.

Und dabei war dies nur eine kleine Vorschau auf die Universität auf der alle durften wenn sie diese Schule hier bestehen. Firmen der ganzen Welt lauern auf Schulabgänger hier um diese für sich zu gewinnen.
Von aussen unterschied sich nur die Tatsache das diese Schule auf einer kleinen unbenannten Insel nähe Kreta liegt und so alle Schüler und Lehrer in einer Art Vorstadt lebten, die ebenfalls extra von der Schule errichtet wurde, kleine Fertighäuser.

Wie ein kleiner Staat, eigene Regeln, eigene Sitten und eigene Feste.
Einmal im Monat wurde die Schule, sofern keine Ferien oder Examen dazwischen lagen, eine Woche lang geschlossen. In dieser Zeit, gehen die meisten Schüler mit der Fähre wieder nach Hause, zurück zu ihren Familien, dessen Arbeit sie meistens zwang, ihre Kinder alleine auf der Insel zu lassen, Kinder wie Ceres...

Ich strich über den kalten Verputz der Schulwand und erinnerte mich zurück, wie mein Vater mich und Ceres hier einschrieb.
Diese Schule war eine stipendienfreie Zone, und mein Vater hatte er nur Mitspracherecht da mein Urgroßvater der Gründer von der kommenden Universität war.
Ja... wer diese Schule überstand durfte studieren an der AK-Universität.
Dessen Gebäude, nein das ganze Gelände, der anderen Hälfte der Insel einahm.
50% Universität, 15% Wohnhäuser, 25% Hochschulgelände, 10% Betriebshäuser - Lebensmittelhandel, Bücherrei, Modegeschäfte... - Lifestyle eben.

Stimmen rissen mich aus meinen absurden, sinnlosen Gedanken und ich versteckte mich hinter einer nahengelegenen Treppe, die direkt zu den Lehrer Abteil der Schule führte.

Odina stand da, vor ihr ein Junge der in meinem Fussball Team war – ich erkannte ihn an seinen pinken Highlights in den Haaren - , und dieser war in der anderen Realität eine Klassenkameradin von Odin und Andrej.
„Ich liebe dich!! Ich möchte mit dir gehen!“, rufte dieser verlegen, beide Hände zu Fäusten geballt an der Seite, Odina sah ihn dabei ungerührt an: „Danke für deine Gefühle, aber ich erwider diese nicht. Einen schönen Abend noch.“
Sie drehte sich um, als plötzlich dieser von Zorn übermannt sie an einen ihrer beiden Pferdeschwänze zu sich zog: „VERARSCH MICH NICHT!“

Ich sprang auf, doch bevor ich einschreiten konnte stand Elijah hinter den Jungen und hatte eine Hand auf dessen Schulter: „Ich würde sagen sie hat sich deutlich genug ausgedrückt. Solltest du dich nicht lieber bei ihr dich entschuldigen?“
Der Junge schrie schmerzhaft auf und ging in die Knie, Odina's langen giftgrünen Haare immer noch in der Hand. Elijah lächelte, unbekümmert, selig und unschuldig, während er weiter auf seiner Schulter drückte mit seinen Daumen, ich meinte sogar ein Knacksen zu hören, knirschen das nur Knochen geben konnten wenn sie nachgegeben mussten.

Mit schmerzverzerrten Gesicht lies dieser endlich ihre Haare los zeitgleich wie Elijah seine Schulter: „Tu... Tut mir leid!“, stotterte er, stoß Elijah auf die Seite und rannte weg,
während ich Zeuge eines Kusses zwischen Odina und Elijah wurde...
Dreckige Gelüste (9. Dezember Donnerstag)

„Ich werde schwänzen.“, verkündete ich, während ich meine senfgelb-orangenen Schuhe anstarrte.
Die ganze Schule war im planen aufgeregt, jede Klasse schien von meinen Kostümballvorschlag begeistert zu sein.
So sehr begeistert, dass die Meisten in der Mittagspause ihre Ideen lautstark über den ganzen Schulhof und im Gebäude verkünden mussten.
Ich saß mit Lisa und Zoé in der Mittagspause auf dem Dach der Schule, Lisa auf einer Picknick Decke, da der Boden des Daches inzwischen zu kalt war und Zoé auf dem Gitter am Rande des Daches – kopfüber hängend nach unten: "Hast du Angst, dass dieser Gigolo (Michael) rausfinden könnte, dass du ein Mädchen bist?", fragte Zoé und wackelte dabei hin und her mit ihren Kopf, sodass ihre roten Haare sich wie ein Pendel einer antiken Uhr bewegten.

„Hatten wir das Danze nicht schon einmal? Ich kann mich noch gut daran erinnern, als du es Michael beichten wolltest... Odin hatte dich so niedlich hergerichtet.“, Lisa quietschte freudig auf beim zurückdenken. „Erinner mich bloß nicht daran, Michael haltet mich seit dem für ein Crossdresser, schwul und wahrscheinlich auch als ein Transvestit.“, meine Stimme klang verletzter als geplant.
Mit einem kräftigen Schwung landetete Zoé mit beiden Füßen auf dem Boden und lief auf mich zu: „Siehst du? Dann werden dich alle hier in der Schule auch für einen Crossdresser halten.“, sie grinste mich teuflisch an: „Und überhaupt... ich hab ein tolles Hasenkostüm für dich ~ ♥“
„Ha.. ha... Hase?“ ich funkelte, Hasen sind so niedlich, ihr plüschiges Fell, ihr Stummelschwänzchen, die Stupsnäschen und und und und...
Zoé nickte und pattete meinen Kopf:“Du hattest Sex.“, gelangweilt, kühl und ein durchdringender Blick, während Lisa zu mir krabbelte mit großen Augen: „Wer war es? Wer war es?!“ jedesmal aufs Neue, überraschte mich Zoé's feines Gespür für allerlei Dinge die peinlich waren, und ich für mich behalten wollte.

Der Rest der Mittagspause ließen die Beiden nicht das Thema wechseln, aber ich blieb standhaft. Noch einmal hielt ich diesen Vorwurf nicht aus, dass ich mit jemanden geschlafen habe den ich kaum kannte.
Bei der 3-er Gruppenarbeit in Chemie zog Lisa ihren Tisch zu mir und animierte Zooé dasselbe zutun, doch wie ich ahnte fing sie an Zooé auszuquetschen, mich zu befragen und Zooé sogar zu fragen ob er wüsste mit wem ich Sex hatte die letzten Tage, anstatt mitzuhelfen.
Und Zooé?
Was soll ich sagen?
Dieser Mann hat >>Pokergesicht<< neu definiert...

Später musste ich feststellen, dass ich keine Zeit für den Kostümball finden würde, der Kochclub – dessen Clubpräsident ich war - wurde beauftragt für die Snacks, und so rief ich alle Mitglieder zusammen und wir fingen an zu planen was wir machen für das Fest...

Nach Sage und Schreibe 76 Minuten Diskussion zwischen: Kleine kalte Häppchen und selbstgemachte Knabbereien (In der wir uns auf Beides einigten.), gingen wir ins Zentrum des Betriebsviertels einkaufen.
Und siehe da, ich traf meinen Vergew... Verführer, Zooé.
Die Mädchen funkelten ihn verliebt - die Jungs sahen ihn hassend an, aber beide Parteien hatten eins gemeinsam: Sie liesen mich für den Rest des Tages nicht in Ruhe und wollten unbedingt wissen was ich mit Zooé geredet habe.

Ich schwieg weiter wie ein Grab.
Es gab eigentlich nichts zu verheimlichen Es war alles mein gutes Recht.
Aber ich schämte mich, dass ich meine reinen und aufrichtigen Gefühle für Mickey langsam ersetzt wurden, durch dreckige und oberflächliche Gelüste mit Zooé.

So ein Mensch bin ich doch nicht... oder?

I’m just an option… (21. Dezember Freitag)

Heute war das Winterfest und dadurch der Kostümball am Abend, deswegen hatten alle am Vormittag Schulfrei, als die Feier losging ging die Sonne auch schon unter, und als ich als Chefköchin endlich alles gemacht hatte teilte ich ein paar ein für das Geschirr am Ende.
Ich wollte etwas von der Feier genießen, für was war ich sonst Club Präsidentin?
Ausserdem… hatte Zoé doch ein süßes Hasenkostüm für mich hergerichtet ♥.

Odin sah fesch aus in seinen Outfit als Prinz, Zoé trug ein Cosplay dessen Chara ich nicht erkannte und Mickey ging als Ikarus. Selbstgemachte Flügel – sehr Detailreich – liesen mir einen kalten Schauer über den Rücken wandern und so konnte ich Michael nicht unter die Augen treten.
Thisseas und Erén gingen als Madhatter und White Rabbitt aus Alice in Wunderland…
Ich… ich ging als Hase… und ich erfuhr erst als sie meine Kleider beschlagnahmte das es um ein PLAYBOY Hasen Kostüm ging…
Aber genau wie erwartet, hielten mich alle trotz meiner Brust die aus den Kostüm zu hüpfen schien bald, für einen Crossdresser. Nur Mickey, dem wich ich aus. Sein Kostüm trieb mir Tränen in die Augen und Erinnerungen die ich verdrängt hatte.

„Hallo ♥.“, wurde ich begrüßt und dabei von hinten umarmt. Zooé sah in seinen Dracula Outfit, der blassen Schminke und seinen schwarzen Cape einfach zugut aus, so konnte ich mich nicht aufregen über sein subtiles starren an meinem halbnackten Körper: „Ganz schön gewagt, es ist Winter und du läufst so freizüg rum?“, seine Hand glitt unter meine Brust und er küsste mich auf meinen Hals.
„Na Dracula, da hast du dir ja was perfektes Ausgesucht, ein Vampir lebt darin andere zu töten – haha.“, entglitt es mir und er drehte mein Gesicht zur Seite so das ich in seine Augen schauen musste: „Ich bin aber ein ganz netter Vampir, ich vernasche nur süße Häschen und keine Menschen ♥.“.
Sein erotischer Tonfall lies mir eine Gänsehaut am ganzen Körper jagen, unbemerkt das er mich dabei von der Sporthalle in dem das Fest stattfand in den Geräteschuppen zog: „Zooé! Jetzt lass das! Ich liebe…“, er sah mich fragend an. Was ist denn jetzt los?
Normal hatte er mich immer unterbrochen mit einen Kuss, und nun durfte ich es aussprechen?
Ich verstummte, ich wollte es garnicht sagen, sein Gesichtsausdruck war… ungewohnt leidend.

Es ist schließlich doch passiert, angebunden an den Wasserrohren an der Decke mit den Armen vernaschte mich wie er es gesagt hatte. Und wieder fiel unter den murmeln der Name: Cecil. Ehe ich mich versah hatte ich Zooé weg getreten: „MIR REICHTS!“, schrie ich, aber die Musik des Festes war zu laut als das es irgendwer ausser Zooé hören konnte: „ICH WEISS NICHT WER DIESER CECIL IST! ABER SEINEN NAMEN AUSSPRECHEN WÄHREND WIR SEX HABEN IST DOCH DAS LETZTE!“, ich weinte – ICH – WEINTE – wegen diesen Idioten…
Zooé sah mich erst erschrocken an, dann sein Pokerface wie ich es gewohnt war, er antwortete nichts und zog sich seine Hose hoch, mit der anderen Hand strich er mir ein paar Tränen weg: „Ich bin nichts weiter… ich… ich weiss ja… das wir nur Sex haben… aber…“, es tat so weh es auszusprechen – und wie immer – jedes verdammte mal – wenn meine Gefühle größer waren als Worte es aussprechen konnte – sprach ich es in Englisch aus: „I’M JUST AN OPTION!“
Zooé, der englisch so flüssig sprechen konnte als wäre es seine Muttersprache sah mich an als hätte ich ihn gerade einen Kopfschuss verpasst.
Es schmerzte, es schmerzte so sehr, meine Arme immernoch gefesselt – denn sonst würde ich auf die Knie fallen – während ich erdrohte an meinen eigenen Worten und Tränen zu ersticken.
„Das ist wahr.“, flüsterte Zooé, zog sich wieder an und lies mich gefesselt im Geräteschuppen stehen.
Sein Ausdruck im Gesicht hatte auch geschmerzt, und das er es zugegeben hat, noch mehr.

Die Feier hatte ihren Höhepunkt schon lange erreicht, als die Feuerwerksraketen kamen hörte ich alle jubeln denn die Türe ging auf.
Odin stand da, sein Gesicht selber leidend, aber als er mich halbnackt und angebunden entdeckte rannte er zu mir und half mir sofort: „Odin-oniichan…“, flüsterte ich und kuschelte mich an ihn. Ih hatte es gesehen. Odin hatte auch Tränen in den Augen…
Seine Arme um mich beschützend schenkten wir uns gegenseitig Trost.
Wenn es denn sein muss… Odins Sichtweise des Festes (21. Dezember Freitag)

Nachdem ich wieder auf Zoé ihr verführerisches Angebot – das ich ihre Kreditkarte verwenden darf wenn ich mit ihr Sex habe – eingegangen war ging ich mein Kostüm kaufen.
Ich wusste das Lizz sich bestimmt als Prinzessin verkleiden würde, so musste ich wohl als Prinzen gehen.

Es war Abend als ich mit Mike zusammen auf das Fest ging, wir hatten einen Streit wegen den unsensiblen Kostüm das er anhatte und so schwiegen wir den ganzen Weg bis in den Sportsaal.
Dort standen auch schon Zoé und Lisa, zusammen lachend und an den Knabbereien am Büffet zu naschen. Lisa war in ihren Viktorianischen Kleid – das sie auch in Zivil trug, solange ich oder Zoé sie nicht aufhalten konnten – und Zoé ein Cosplay von einen alten Spiel (Schlagt mich ich spiele selten Beat’em’Up Games).
„Hey Lizzi ♥. Wo ist denn dein Kostüm?“, Mike nahm ihre Hand und gab ihr einen Kuss darauf: „Ich gehe als Prinzessin, sieht man das nicht?“, sie rümpfte stolz die Nase und zeigte ihre Haarschleife die statt Lila in Goldener Seide war.
Mike konnte sich einen Lachkrampf nicht verkneifen und ich lächelte Lizz an.
Zoé sah abwechselnd mich dann sie an: „Ihr beide habt ja ein Partnerkostüm, geht doch zusammen tanzen! ♥“, sie sah erst fragend Mike an, aber da dieser immer noch lachte – natürlich entschuldigte er sich auch gleichzeitig dabei – lies sie einen seufzer und nahm meine Hand: „Wenn es denn sein muss, los Odin.“

Wenn es denn sein muss.
Es fühlte sich an, wie eine heisse Messerklinge, die sich im Kreis dreht in meiner Brust.
„Keine Sorge, ich werde dich nicht entäuschen.“, murmelte ich vor mich hin, etwas blass wegen Lizz ihrer Bemerkung.
Der Walzer ging los, und ich der alle Gesellschaftstänze kann, und Lizz die es wohl erfunden hatte diesen Tanz, dauerte es wirklich nicht lange und alle Blicke waren auf uns beide gerichtet.
Sie sah so unglaublich aus, sie hatte zwar nur eine andere Schleife in den Haaren, aber der Hauch von Make-up der Zoé’s Handschrift trug lies sie noch schöner erscheinen: „Du siehst toll aus Lizz.“, flüsterte ich ihr ins Ohr, sie lächelte mich an: „Ach Odin, lass das doch endlich. Ich brauche kein Mitleid…“.
Mitleid? Wieso Mitleid?
Wir tanzten einige Lieder lang miteinander, den die Blicke der ganzen Schuler auf der Tanzfläche drängten uns regelrecht dazu. Mir war es persönlich nur recht, denn so konnte ich ihr dabei so nah sein, ihren Duft einatmen und ihre Wärme spüren.
Schließlich wurde die Musik leiser und abgestellt, Zooé stoß mich und Lizz auseinander als er weiter Richtung Umkleidekabine ging.

Einige Raketen flogen zum Himmel, weder von Mike, oder Ceres noch von Zoé irgendeine Spur.
Ich hielt immer noch Lizz ihre Hand und betrachtete ihr strahlendes und fasziniertes Gesicht: „Ist das Herzig! Aww hast du das gesehen? Und das?? Und: Bei den Göttern!“, kommentierte sie jede 2 Rakete, ich drückte ihre Hand und drehte sie zu mir: „Was meintest du vorhin mit Mitleid? Du bist doch kein Typ Mensch der irgendwelche Komplexe wegen seinen Körper hat…“.
Sie betrachtete erst ihre Hand dann mich: „Na dein mitleid da Mike nicht mit mir tanzen wollte.“, sie sah mir dabei in die Augen.
Ich lies ihre Hand los, ich fühlte mich als hätte sie mir mein Herz aus den Brustkorb gerissen und sooft draufgetreten bis nichts mehr übrig war.
„Verstehe.“, würgte ich heraus und ging weg.
Meine Augen brannten und Lizz ihre Rufe nach mir ignorierend, stolperte ich irgendwann in den Geräteschuppen.
Ceres stand weinend vor mir. Gefesselt und ihr Playboy Bunny Kostüm ausgezogen bis auf die Knien.
Ich war nicht in der Lage irgendwas zu sagen, schloss die Türe, löste ihre Fesseln und drückte sie an mich.
Sie fing an was zu schreien, ihre Stimme überschlug sich sooft das ich nur hören konnte das dieser Zooé was zutun hatte… und in dem Moment platzte Tatsuhiro in den Geräteschuppen.
Ich will ihn küssen… Zoés Sichtweise des Festes (21. Dezember Freitag)

Mensch bin ich gut.
Dachte ich mir als Elisabeth und Odin auf der Tanzfläche jeden die Show stiehlten.
Der Gigolo lachte immernoch und ich lies ihn so stehen.
Als was sich wohl Andrej verkleidet hatte?

Auf den ganzen Gelände war er nicht zu finden, es bestand aber doch Anwesenheitspflicht.
Nicht das irgendwer hier unfreiwillig hier wäre… dennoch.
Nach der 4. Runde an alle Lieblingsrote von Andrej ging ich in die Umkleidekabine der Jungs, dort sah ich Zooé der zornig sich gerade umzog: „Na mein geliebter Zwillingsbruder?“, begrüßte ich ihn lachend und zog mich vor ihn aus.
Wenn Andrej nicht hier ist, hatte es keinen Sinn noch hier zu bleiben.
Gerade als ich meine Feinstrümpfe anziehen wollte packte mich Zooé am Hintern und zog mich zu sich:“Psst, schrei nicht, es wird dich keiner hören.“, dabei küsste er mich und zog meinen String runter.

Gerade als ich dachte er will mich vergewaltigen war er überraschend zärtlich, und im gegensatz zum ersten – und leider letzten mal – gab es nur eine (sehr lange!) Runde.
Meine Haare durcheinander und schwer atmend saß ich auf der Bank, Zooé sich am anziehen.
Zooé beugte sich noch einmal zu mir, hob mein Kinn, als Blut von seiner Wange auf mich tropfte: „…Zooé—?“, er fasste sich an den Hinterkopf, etwas Blut, eine Platzwunde, aber es sah dennoch nicht schön aus. Auf den Boden lag ein Stein und Andrej bei der Eingangstüre.
Ich riss mich hoch und stellte mich schnell vor Andrej, beide Arme ausgestreckt beschützend.
Denn sein Blick, Zooé’s Blick, es sprach mehr als ein Tagebuch eines Serienmörders: „Wenn du ihn nur ein Haar krümmst wirst du es bereuen!“, es war lächerlich.
Ich? Gegen Zooé? Ich hatte keine Angst wenn ich gegen zwei, drei, sogar vier Jungs kämpfen musste, aber wenn es nur einer war. Bekam ich es mit der Angst zutun, erst recht wenn es Zooé war: „Andrej, geh BITTE.“, doch er blieb stehen, sein Gesichtsausdruck war so neutral, dass wenn noch andere im Raum wären, ich hätte wetten können ER hat den Stein nicht geworfen.

Es ging alles so schnell, ich hatte geschwollene Lippen, Andrej lag bewusstlos auf meinen Schoß und Zooé hatte auch Tatsuhiro – der vom Lärm der diesen Kampf verursachte hergerannt kam – einiges zugesetzt. Aber letzten endes ist Zooé wütend gegangen.

„Danke Tatsuhiro“, flüsterte ich während dieser Andrej verarzte. Ich gabs ja zu, ich sah in Tatsuhiro immer ein ‘Ceres-Besessener’, aber er war wirklich männlich, hatte mich und Andrej gerettet, und kannte sich auch noch mit den Verbandskasten unglaublich gut aus.
„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.”, antwortete Tatsuhiro und schmierte meine Lippen mit einer Salbe ein.
Es war schon immer seine Art gewesen, wenn es nichts zu sagen hab, einfach was zu zitieren:
Draussen hörte man die ersten Raketen schießen, und so konnte man das Echo meines schweren Atems hören:„Stimmt, von wem ist das?“, ich strich dabei über Andrejs Haar.
„Bertolt Brecht, Dramatiker und Lyriker. Ein Deutscher. Starb 1956.“, als er fertig war schloss er den erste Hilfe Kasten und sah mich lange an: „Ich werde nun die Mittel die wir verbraucht haben protokollieren, wo habt ihr denn das Clipboard dazu?“, ich zeigte in die Richtung des Geräteschuppens: „Sollte ich nicht… einen Krankenwagen rufen?“
Tatsuhiro schüttelte den Kopf und beruhigte mich mit der Tatsache das Andrej nichts weiter braucht als aufzuwachen und ein paar Stunden Kopfweh zu ertragen.

Ich starrte fast eine Stunde lang Andrej’s schlafendes Gesicht an. War er eifersüchtig? Oder dachte er vielleicht Zooé vergewaltigt mich? Oder…
Seine Lippen waren ebenfalls geschwollen und ich will ihn küssen.
Oh Gott steh mir bei ich will es so sehr.
Mein Herzklopfen ging immer schneller, nichts hörte ich mehr, weder die Schüler, noch die Raketen, noch die Musik die wieder anging, nur mein Herzklopfen und Andrej’s stiller Atem.
Ich durfte das nicht, ich erinnerte mich noch an letztes mal da…
aber ehe der Gedanke fertig war bemerkte ich das ich ihn berreits am küssen war…
Ich will ihn küssen… Tatsus Sichtweise des Festes (21. Dezember Freitag)

Ceres ihr Vater, Alexandro, hatte mich gebeten Ceres abzuholen.
So bin ich also – gleich nachdem die Vorlesung zuende war – auf Board gegangen um mich zu der Insel schiffen zu lassen.

Es war schon fast dunkel, als ich endlich ankam und die Sporthalle fand, von der Ceres gesprochen hatte.
Ich lief Michael entgegen und warf ihn einen entnervten Blick zu: „Hallo Takimoto, keine Begleitung?“, grinste er mich an.
„Ich bin nicht zur Unterhaltung hier.“, antwortete ich aber er kicherte und kratzte sich an der Wange: „Ich fand Lizz heute echt wahnsinnig süß, ich wollte sie sogar einladen zum tanzen, doch ehe ich mich versah wurde sie von Zoé mit Odin auf die Tanzfläche gejagt.“, er sah hoch zu mir und ich saß mich neben ihn.
Reinplatzen wollte ich auch wieder nicht, vielleicht hatte Ceres gerade ihren Spaß. Also saß ich draussen:
„Hast du getrunken?“
„Ja.“
„Du könntest deswegen fliegen.“
„Könnte ich nicht, mein Vater hat hier Mitspracherecht.“
„Wieso willst du mit Elisabeth tanzen? Wird sie deine neue Herzensdame?“
Michael schwieg lange und stützte dann sein Gesicht in die Hände während er die Beine anzog: „Darüber hab ich eigentlich nie nachgedacht. Ich und Lizzi ein Paar?“, anscheinend ratterte etwas in seinen Erbsenhirn: „Und wieso tanzt du nicht drinnen?“.
Nicht das ich es wissen wollte, aber vielleicht würde die Zeit schneller vergehen.
„Ich hab gesehen wie Ceres kurz vorm weinen war wegen meinen Kostüm. So warte ich einfach hier auf Andrej – ich teil ja mit ihn mein Wohnhaus.“
Andrej, dieser schweigsame Junge auf den Zoé so abfährt: „Warum wo ist er denn?“, wenn Michael sein schlechtes Ikarus Kostüm wirklich Ceres zum weinen bringt soll er gefälligst verschwinden: „Ich weiss nicht, er wollte irgendwas in der Umkleide holen.“

Nach langen warten, beschloss ich für Michael nachzusehen was Andrej so macht.
Um so mehr war ich überrascht, als ich Zooé sah der auf Andrej eintretete: „WAS BIST DENN DU FÜR EIN FREAK?!“, entwich es meiner Kehle und ich schlug ihn weg.
„SIE IST KEINE ALTERNATIV LÖSUNG!“, brüllte Zooé mich an.
Zoé zog Andrej schnell weg und hatte selber anscheinend einen Schlag abbekommen: „Ach verdammte Scheisse…“, murmelte Zooé und rannte weg.

Nachdem ich Andrej und Zoé verarztet hatte mit den Erstehilfe Kasten, sie etwas abgelenkt habe von dem was passiert ist, und sie sogar beruhigen konnte keinen Krankenwagen zu rufen, ging ich mit den Verbandskasten zum Geräteschuppen für das protokollieren der verbrauchten Materialien.
Doch als ich die Tür öffnete sah ich Odin, der Ceres fest an sich drückte.
Sie weinte, ihr Kostüm war ausgezogen und sie trommelte wild auf Odins Brust.
“Tatsuhiro?“, flüsterte Odin erschrocken, seine Augen waren rot als hätte er nie geschlafen oder genau wie Michael zuviel getrunken. Ceres schrie ihn an und versuchte sich weiter aus seinen Armen zu befreien.
Ich hatte das Odin niemals zugetraut aber: „DU MIESER BASTARD HAST CERES VERGEWALTIGT!“, einige Schläge wurden ausgetauscht, starke, sehr starke Schläge, bis Odin und ich uns gegenseitig k.o schlugen.

Das Letzte was ich mitbekommen hatte war das Ceres noch mehr weinte, Zoé und Andrej kamen und selbst Michael seinen Weg herfand.
„Diese Schule, und dessen Schüler waren doch nicht mehr ganz ‘bache’.“, dachte ich mir als schließlich alles vor meinen Auge verschwamm…



3 Kommentare

  1. es ist echt schön ,die stories mal wieder lesen zu können. ^-^
    macht echt spaß. <3

    Kommentar von Liana — 20. April 2010 @ 11:29

  2. [...] Diese Story spielt nachdem Zooé verschwunden ist von der Weihnachtsfeier und ich finde das ‘Emotion’ definitiv eins der schönsten englischen Wörter EVER ist [...]

    Pingback von Anonymous — 11. Mai 2010 @ 16:10

  3. Komisch, dass ich Ceres hasse aber Cecil liebe. Auch dieses Mal fand ich sie blöd… Der arme Micky T_T
    Und Tatsu ist zwar süß, aber Odin … hat der genug männliche Perversität um zu vergewaltigen? Vlt. ein wenig voreilig… Zooe mit soviel Gefühl ouiiii. Ich mag Andrej… Zoe hat ihn nicht verdient, wie kann man so notgeil sein -.-

    Ich stimme Tatsu mit seiner Meinung von der Schule vollkommen zu, auch wenn ich irgendwie gerne mit dabei wäre – aber Zooe sollte mich nicht anfassen! x-x
    Bin schon gespannt was es mit Ikarus auf sich hat …

    Kommentar von Asena — 2. Juni 2010 @ 21:59

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